bedeckt München

Psychologie:Das Gute in uns

Hände

Eine neue Studie zeigt: Nicht jeder schaut weg, wenn es brenzlig wird - die meisten Menschen wollen helfen.

(Foto: Alvin Mahmudov/Unsplash)

Zivilcourage scheint weiter verbreitet zu sein, als Viele glauben. Was uns dazu bringt, uns für andere Menschen auch bei Gefahr einzusetzen.

Von Sebastian Herrmann

Die Ereignisse des 13. März 1964 erschüttern bis heute. An diesem Tag flehte Kitty Genovese um Hilfe und um ihr Leben. Ein Mann namens Winston Moseley hatte der 28-Jährigen im New Yorker Stadtteil Queens mit einem Messer in den Rücken gestochen. Die Frau schrie um Hilfe, der Angreifer flüchtete, nur um sie später abermals anzugreifen, zu vergewaltigen und zu ermorden. Die New York Times berichtete, dass 38 Zeugen das Gewaltverbrechen beobachtet hätten, aber niemand Hilfe geleistet oder die Polizei gerufen habe. Kitty Genovese, so die Quintessenz des Berichtes, sei unter gleichgültigen Blicken kalter Menschen getötet worden. Dieser Teil der Geschichte ist heute umstritten. Vieles spricht dagegen, dass so viele Zeugen den Überfall gesehen hatten; und offenbar stimmt es auch nicht, dass niemand die Polizei angerufen hat. Das Martyrium der Kitty Genovese wird jedoch bis heute in dieser Variante erzählt.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Selbstanbau
Gärtnern ohne Garten
Baron Peter Piot
Epidemiologie
Der Virenjäger
Kathrin Kunkel-Razum
Gender-Debatte
Die Bösewichtin
Plate with ready-to-eat Black Forest cake PPXF00315
Abnehmen
Warum Intervallfasten nicht funktioniert
Coronavirus - Intensivstation der Uniklinik Aachen
Corona-Pandemie
Der Grippe-Vergleich ist ein gefährlicher Irrtum
Zur SZ-Startseite