Hannover (dpa/lni) - Die Klimaschutzziele der niedersächsischen Landesregierung sind nach Angaben von Umweltminister Olaf Lies (SPD) nur mit einem schnelleren Ausbau der Windenenergie zu erreichen. „Die Ausbauzahlen der vergangenen drei Jahre waren absolut schlecht“, sagte Lies der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (Montagsausgabe). „Aber die Jahre davor waren gut, da haben wir die Windenergie erfolgreich ausgebaut. Und genau da müssen wir wieder hin.“
Der Klimawandel sei für alle spürbar, und die Maßnahmen zum Klimaschutz veränderten den Alltag der Menschen, sagte Lies mit Blick auf das kommende niedersächsische Klimagesetz. Es soll in dieser Woche vom Landtag verabschiedet werden. Danach soll das Land bis 2040 seinen Energiebedarf aus erneuerbaren Quellen decken.
„Das bedeutet zum Beispiel, dass wir bei den Windenergieanlagen an Land zu einer installierten Leistung von mehr als 20 Gigawatt und auf über 60 Gigawatt installierte Photovoltaik kommen müssen“, sagte Lies. „Der konsequente Ausbau von Wind auf See kommt dazu.“
Eine Herausforderung für die Landesverwaltung sei, ihre Liegenschaften so zu sanieren, dass sie klimaneutral werden. Die Autoflotte des Landes solle ebenfalls umgestellt werden.
