Hamburg (dpa/lno) - Das Hamburger Institut für Rechtsmedizin hat bislang bei 452 Toten eine Covid-19-Erkrankung eindeutig als Todesursache festgestellt. „Die verstorbenen Personen sind im Median 82 Jahre alt“, sagte der Leiter des Instituts, Prof. Benjamin Ondruschka. Der älteste untersuchte Todesfall sei eine 100 Jahre alte Person gewesen. Die meisten Sterbefälle gebe es in der Altersgruppe der 80- bis 90-Jährigen. Im Alter unter 50 seien seit Beginn der Pandemie in Hamburg bisher nur vier Männer und drei Frauen gestorben. Unter den Toten seien deutlich mehr Männer als Frauen.
Die allermeisten Verstorbenen hätten Vorerkrankungen gehabt. Zum charakteristischen Risikoprofil gehören nach Angaben des Rechtsmediziners Herz- und Gefäßerkrankungen, Diabetes und Übergewicht. Nur in Einzelfällen seien jüngere Menschen mit nur gering ausgeprägten Vorerkrankungen an Covid-19 gestorben. „Das sind aber wirklich bisher in den Sterbefällen Ausnahmen“, betonte Ondruschka.
