Grab des Tutanchamun:Forscher untersuchen mumifizierte Föten

Ein DNS-Test soll das Geheimnis um zwei totgeborene Mädchen aus dem Grab Tutanchamuns lüften: Waren sie seine Töchter?

Ägyptische Wissenschaftler wollen an zwei mumifizierten Föten aus der Grabkammer des Pharaos Tutenchamun eine DNS-Analyse durchführen.

Grab des Tutanchamun: Noch ist die Identität des mumifizierten Fötus ungeklärt - doch ein DNS-Test soll Abhilfe schaffen.

Noch ist die Identität des mumifizierten Fötus ungeklärt - doch ein DNS-Test soll Abhilfe schaffen.

(Foto: Foto: AFP)

Dabei soll geklärt werden, ob die zwei totgeborenen Mädchen mit dem legendären Herrscher aus der 18. Dynastie verwandt sind, teilte die Altertümerverwaltung in Kairo am Mittwoch mit. Die Forschung nimmt an, dass Tutenchamun im Alter von 18 Jahren seine Schwester ehelichte.

Dass aus der Verbindung Kinder hervorgegangen sind, wird aber für unwahrscheinlich gehalten. Die DNS-Analyse könnte Aufschluss darüber geben, wer die Mutter der beiden Föten aus der Grabkammer gewesen sein könnte, hieß es in der Mitteilung der Altertümerverwaltung.

Die genetischen Resultate könnten zudem weitere Aufschlüsse über den Stammbaum des Hauses Tutenchamun ermöglichen, besonders darüber, wer seine Eltern waren. Es gilt als gesichert, dass Echnaton der Vater Tutenchamuns war. Die Identität seiner Mutter ist jedoch umstritten.

Viele Forscher glauben, dass die ausländische Prinzessin Kija die Mutter war. In Frage kommt aber theoretisch auch Echnatons erste Frau Nofretete. Die Tests sollen auch dazu beitragen, die Mumie Nofretetes zu identifizieren, die bis heute nicht gefunden wurde.

Tutenchamun lebte vor etwa 3300 Jahren. Er bestieg im Alter von neun Jahren den Thron und gilt heute als 12. Pharao der 18. Dynastie in Ägypten. Er starb im Alter von 19 Jahren. Im vergangenen Jahr war erstmals ein Abdruck von Tutenchamuns Antlitz der Öffentlichkeit vorgestellt worden.

Die Kammer des Tutenchamun ist das einzige Grab im Tal der Könige bei Luxor, das nicht von Grabräubern geplündert worden war. Der prunkvolle Grabschatz des jungen Königs füllt im ägyptischen Museum in Kairo mehrere große Räume.

© AFP/dpa/gal
Zur SZ-Startseite
Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB