Gotha (dpa/th) - Die Erforschung der Geschichten hinter 30 menschlichen Schädeln aus der Sammlung der Stiftung Schloss Friedenstein in Gotha soll Aufgabe eines neuen Projekts werden. Details zum Vorhaben will die Stiftung heute vorstellen.
Die Schädel stammen aus dem heutigen Indonesien und kamen zwischen 1864 und 1880 in die herzogliche Sammlung. Mehrere Reisende hatten sie laut Stiftung als Schenkungen mitgebracht. Das Projekt soll etwa versuchen zu beantworten, wer die Menschen waren, denen die Schädel einst gehört hatten. Auch die Fragen, ob das Vorgehen damals legal war und wie heutzutage mit solchen Sammlungsstücken umgegangen werden soll, werden eine Rolle spielen.
Die Klärung der Provenienz - also der Herkunft - von Kunstwerken, aber auch anderer Sammlungsobjekte wird inzwischen als wichtige kulturelle Aufgabe wahrgenommen. Gerade auch der Umgang mit menschlichen Überresten wird weltweit diskutiert.