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Google-Doodle-Wissen:Anna Atkins und das erste Foto-Buch der Welt

Google Doodle Anna Atkins

Google feiert mit einem Doodle den 216. Geburtstag der Foto-Pionierin Anna Atkins.

(Foto: Screenshot Google)

Anna Atkins gestaltete das erste Buch mit Bildern aus fotografischen Verfahren. Die Botanikerin fing Pflanzen in zuvor noch nie gesehener Detailgenauigkeit ein. Google feiert den 216. Geburtstag der lange Zeit vergessenen Forscherin mit einem Doodle.

Immer wieder zeigt Google auf der Startseite bunte Bilder oder Animationen - und erinnert damit an besondere Menschen oder Ereignisse. Wir sagen Ihnen, was Sie zum Google-Doodle unbedingt wissen müssen. Heute: der 216. Geburtstag der Botanikerin und Illustratorin Anna Atkins.

Das ist zu sehen:

Das Google Doodle zeigt heute verschiedene Blätter die sich von einem blauen Hintergrund abheben. Die Illustration erinnert in ihrer Form an Cyanotypie, eines der ersten fotografischen Verfahren. Neben der Daguerreotypie und der Talbotypie ist es das dritte Verfahren, das die Herstellung stabiler Fotografien ermöglichte. 1842 wurde es vom englischen Naturwissenschaftler und Astronom Sir John Herschel entwickelt. Diesen lernte Anna Atkins wenige Jahre zuvor kennen und wendete dessen Methode an, um Pflanzen in Aufnahmen festzuhalten. So entstand 1843 "British Algae: Cyanotype Impressions", das erste Buch mit Bildern aus fotografischen Verfahren.

Dinge, die Sie wissen müssen:

  • Anna Atkins wurde 1799 in der Stadt Tonbridge im Südosten Englands geboren. Die Botanikerin und Illustratorin war schon früh für ihre Kunstfertigkeit bekannt und gestaltete zahlreiche Bilder für wissenschaftliche Bücher.
  • 1839 lernte sie den Fotografie-Pionier William Henry Fox Talbot und den Erfinder der Cyanotypie Sir John Herschel kennen. Daraufhin setzte sie sich mit den ersten fotografischen Verfahren auseinander und stellte Abbildungen von wissenschaftlichen Proben her.
  • Bei der Cyanotypie wird ein saugfähiges Papier in einer chemischen Lösung gebadet. Die Belichtung erfolgt durch einen Schatten werfenden Gegenstand als Fotogramm. Es bildet sich dabei der charakteristische Farbstoff "Berliner Blau".
  • Aus Anna Atkins Arbeit entstand das erste Foto-Buch der Geschichte, der Band British Algae: Cyanotype Impressions im Jahr 1843. Zwölf Exemplare des aufwendigen Buchs wurden hergestellt, eines davon befindet sich heute im National Media Museum in Bradford.
  • In der Wissenschaft wurden ihre Bücher weitestgehend ignoriert. Auch kommerziell bestand kaum Interesse daran. So geriet ihre Arbeit bald in Vergessenheit. Erst in der Neuzeit fanden Anna Atkins' Cyanotypien wieder Zuspruch.

Interessant für:

Botaniker, Illustratoren und Fotografen.

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© pram/sks

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