Golf von Mexiko Widersprüchliche Studien

Andererseits schreiben jetzt Wissenschaftler um John Kessler von der Texas A&M University im gleichen Blatt, Mikroben hätten sich auf das Erdgas gestürzt und zunächst die größten Moleküle verdaut, also Butan und Propan. Der Anteil des einfachen Methan sei kaum vermindert. Da aus der Quelle 20-mal so viel Methan wie Propan entwichen ist, haben die Bakterien diesen Anteil noch vor sich - und dürften dabei viermal so viel Sauerstoff verbrauchen wie bisher.

Die Studien widersprechen sich also in der Frage, ob die Sauerstoff-Mengen noch weiter abnehmen. Und obwohl sie schnell veröffentlicht wurden, sind ihre Daten schon drei Monate alt; die Forscher wissen also nicht, was jetzt gerade im Wasser passiert.

Ähnliche Probleme haben Biologen, die sich um die Zukunft der Krabben, Austern oder Fische im Golf sorgen. Womöglich dauert es Jahre, die Folgen der Ölpest zu erkennen. Das Interesse der Öffentlichkeit könnte dann erlahmt, das Geld für Studien erschöpft sein.

Ölpest im Golf von Mexiko

Gefährdet auf hoher See