Glühbirnenverbot Wie produziert eine Lampe überhaupt Licht?

Glühbirnen und Halogenlampen: Diese zwei Lampentypen funktionieren im Prinzip wie die Sonne oder ein Feuer. Etwas Glühendes - bei den Lampen ein Metallfaden - gibt Licht in allen Farben ab, vor allem Rot und Gelb, weniger Grün und etwas Blau. Menschen in Nordeuropa haben gelernt, diese Lichtverteilung als warm und gemütlich zu betrachten. Am Mittelmeer sind die Vorlieben anders, dort schätzt man kühleres Licht mit höherem Blauanteil. Dieser lässt sich bei Glühfäden steigern, wenn man die Temperatur erhöht. Dazu brauchen die Leuchtmittel aber ein Schutzgas, das bei der Halogentechnik eingefüllt wird. Neben dem sichtbaren Licht geben die Birnen jede Menge unsichtbare Wärme- oder Infrarot-Strahlung ab. Dafür geht 95 Prozent des Stroms drauf. Der Anteil sinkt etwas, wenn man das Licht blauer einstellt.

Energiesparlampen und LEDs: Energiesparlampen funktionieren ganz anders. Sie erzeugen zunächst ebenfalls unsichtbare Strahlung. Dazu werden das Gas und der Quecksilberanteil in den Glasröhren erhitzt und unter elektrische Spannung gesetzt - gleichsam gezündet. Wenn sich der Inhalt entlädt, entsteht ultraviolette Strahlung. Diese wird von Chemikalien auf der Glashülle zu rotem, grünem und blauem Licht umgewandelt. Die Mischung ergibt weiß, und die Anteile der Farben bestimmen den Charakter zwischen "Tageslicht" und "Warmweiß".

LEDs funktionieren ähnlich wie die Energiesparlampen: Sie erzeugen mit einem Halbleiterchip oft erst blaues Licht, von dem ein kleiner Teil zu Gelb verwandelt wird. Auch diese Mischung ergibt Weiß. Beide neuen Techniken brauchen eine elektronische Steuerung, die in den Sockel der Lampe eingebaut ist. Sie bestimmt wesentlich den Preis und die Eigenschaften des Geräts.