Bioinformatik:Herr der Gene

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In Schränken wie diesen steckt das, was man als künstliche Intelligenz bezeichnet. Unmengen an Daten, leistungsfähige Hard- und Software. (Foto: Dzinnik Darius/PantherMedia / Dzinnik Darius)

Gisaid ist die wichtigste Coronavirus-Datenbank der Welt. Doch geführt wird sie intransparent. Genetiker klagen, der Zugang werde schon einmal ohne Begründung gekappt. Und mittendrin steht ein Mann aus Deutschland, der früher Ski-Videos produziert hat.

Von Hanno Charisius

Wer dem Coronavirus bei der Evolution zuschauen möchte, wer den Impfstoff anpassen oder beobachten will, wie sich eine Variante ausbreitet, geht zur Webseite von Gisaid und lädt sich dort die notwendigen Daten herunter. 2006 eigentlich als Sammelplatz für Gendaten von Influenzaviren erdacht, ist die Datenbank mittlerweile auch der wichtigste Speicherort für Corona-Gene. 16 Millionen Genomsequenzen von Sars-CoV-2 sind dort bald hinterlegt. Ein unfassbarer Datenschatz, angehäuft von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus der ganzen Welt, gedacht für alle.

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