bedeckt München

Gewitter:Kampf den Wolken

Gewitter über Stuttgart

Dass Glockenläuten Blitze eher anzieht als abhält, fand bereits im 18. Jahrhundert der Geistliche Benedikt Arbuthnot heraus.

(Foto: dpa)

Gegen Unwetter sollten einst nur Gebete helfen. Dann ging man mit Glockenläuten und Kanonenschüssen gegen Gewitter vor - und lag mit letzterem gar nicht so falsch.

Von Rudolf Neumaier

Die "Wetterkerze" zählt in den Wallfahrer-Läden im bayerischen Altötting noch heute zu den Verkaufsschlagern. Der Glaube, eine schwarze Kerze könne Haus und Hof vor den Unbilden des Wetters schützen, scheint noch verbreitet zu sein. Regen und Hagel, Donner und Blitze kommen schließlich von ganz oben - vom Himmel. Früher schossen die Menschen deshalb auch mit schwerem Geschütz auf Wolken. Und sie ließen Kirchenglocken erschallen, um Gewitter abzuwenden. Von letzterem ist man immerhin abgekommen im katholischen Bayern, die Erkenntnisse der Wetterforschung anerkennend. Tatsächlich hat die moderne Meteorologie starke Wurzeln im einstigen Kurfürstentum und späteren Königreich.

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