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Gesundheit:Krebs wird häufiger

Bis zum Jahr 2040 rechnet die Weltgesundheitsorganisation WHO mit 60 bis 100 Prozent mehr Krebserkrankungen, unter anderem wegen steigender Lebenserwartung. Mit gezielten Investitionen in Therapie und Prävention könnte man viele Leben retten, meint die Behörde.

Die Zahl der Krebsfälle weltweit dürfte laut einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation WHO bis 2040 um rund 60 bis 100 Prozent zunehmen. 2018 erkrankten demnach weltweit 18,1 Millionen Menschen an Krebs, 9,6 Millionen Menschen starben daran. Im Jahr 2040 dürften etwa 29 bis 37 Millionen Menschen neu an Krebs erkranken, berichtet die WHO anlässlich des Weltkrebstags am Dienstag. Gründe dafür seien unter anderem die steigende Lebenserwartung und das Bevölkerungswachstum. Mit einem Paket an Investitionen in Behandlung und Prävention ließen sich in den kommenden zehn Jahren jedoch sieben Millionen Leben retten.

Häufigster Krebstyp weltweit ist Lungenkrebs, gefolgt von Brustkrebs und Darmkrebs. Lungenkrebs ist vor Darm- und Magenkrebs auch die häufigste krebsbedingte Todesursache. Krebs zu überleben sei auch eine Frage des Wohlstands. Sowohl Betroffene in ärmeren Ländern als auch ärmere Patienten in reichen Ländern hätten geringere Überlebenschancen. Geringerverdienende erkrankten zudem öfter an Krebs, was unter anderem an Unterschieden bei Rauchen, Alkoholkonsum, Ernährung und Sport liege.

Die Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu sterben, sei in Ländern mit hohen Einkommen in den Jahren 2000 bis 2015 um 20 Prozent gesunken, in Ländern mit niedrigem Einkommen nur um fünf Prozent. In Deutschland erkranken nach Angaben des Robert-Koch-Instituts 42,6 Prozent der Frauen und 47,5 Prozent der Männer im Laufe ihres Lebens an Krebs. 65 Prozent der Erkrankten leben nach der Diagnose noch mindestens fünf Jahre lang.

© SZ vom 05.02.2020 / SZ
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