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Geschichte - Werdau:Martin-Luther-King-Zentrum erhält Sonderpreis

Berlin/Werdau (dpa/sn) - Das Martin-Luther-King-Zentrum Werdau für Gewaltfreiheit und Zivilcourage wird mit dem Karl-Wilhelm-Fricke-Sonderpreis ausgezeichnet. "Der beharrliche Einsatz für die Aufarbeitung der Diktaturen des 20. Jahrhunderts und die demokratische Bildungsarbeit sind beispielhaft und sollen durch den Preis gewürdigt werden. Zugleich wollen wir damit die weitere Arbeit finanziell unterstützen", sagte die Geschäftsführerin der Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur, Anna Kaminsky, am Montag. Der mit 5000 Euro dotierte Sonderpreis wird am 29. Mai im Martin-Luther-King-Zentrum überreicht.

Mit dem Karl-Wilhelm-Fricke-Preis zeichnet die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Persönlichkeiten, Projekte und Initiativen aus, "die mit ihrer Arbeit das Bewusstsein für Freiheit, Demokratie und Zivilcourage stärken."

Benannt ist der Preis nach dem Publizisten Karl-Wilhelm Fricke. Aufgrund seiner kritischen Berichterstattung über die DDR wurde der Berliner Journalist 1955 von der Staatssicherheit von West- nach Ostberlin entführt und wegen Kriegshetze zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt. Danach arbeitete Fricke bei verschiedenen westdeutschen Medien und veröffentlichte zahlreiche Schriften zu den Themen.

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