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Geschichte - Frankfurt am Main:1500. Stolperstein in Frankfurt wird verlegt

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - In Frankfurt wird heute der 1500. Stolperstein zur Erinnerung an frühere jüdische Einwohner verlegt. Insgesamt verlegt der Künstler Gunter Demnig an diesem Tag in der größten hessischen Stadt 20 neue Stolpersteine. Der "Jubiläumsstein" ist einer von sieben Gedenksteinen zur Erinnerung an die jüdische Familie Einhorn. Aus Israel reisen dazu auch Angehörige an, unter ihnen die Witwe von Josef Einhorn, der 1939 nach Palästina fliehen konnte. Der Frankfurter Bürgermeister Uwe Becker (CDU) wird bei dieser Verlegung die Stadt Frankfurt vertreten. Becker ist auch Antisemitismusbeauftragter des Landes Hessen.

Auf den etwa zehn mal zehn Zentimeter großen Stolpersteinen sind auf einer Messingplatte Namen und Daten von Menschen eingraviert, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden, aus Deutschland fliehen mussten oder die Lager überlebten. Sie werden in die Bürgersteige vor den letzten freiwilligen Wohnorten der Opfer eingelassen. Insgesamt hat Gunter Demnig nach Angaben der Initiative Stolperstein bisher mehr als 73 000 Stolpersteine in über 1200 deutschen Städten und Gemeinden und in 24 europäischen Ländern verlegt.