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Geschichte - Dresden:Dresden-Gedenken soll Zeichen gegen Rechtspopulismus setzen

13. Februar
Dirk Hilbert (FDP), Oberbürgermeister von Dresden steht im Rahmen einer Gedenkfeier. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Dresden (dpa/sn) - Die Stadt Dresden will beim Gedenken an die Zerstörung der Stadt vor 75 Jahren ein Zeichen gegen wachsenden Nationalismus und Rechtspopulismus setzen. Diese stellten die "Errungenschaften einer demokratischen Erinnerungskultur in Frage und bereiten so den Boden für neue Konflikte", erklärte Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) am Dienstag.

Zugleich warb Hilbert für eine rege Teilnahme an der Menschenkette, die an diesem Donnerstag wie an jedem Jahrestag der Bombardierung Menschen auf beiden Seiten der Elbe verbinden soll. Diesmal wollen sich auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der Herzog von Kent einreihen. In den vergangenen Jahren hatten sich bis zu 12 000 Frauen, Männer und Kinder an der Menschenkette beteiligt.

Nach den Worten von Hilbert geht es darum, das Gedenken mit einem friedlichen Zeichen gegen Hass und Gewalt zu verbinden. "Am 13. Februar zeigt Dresden, dass wir Spaltungen überwinden können, wenn wir auf der Basis unserer gesellschaftlichen Grundwerte nach Wegen der Zusammenarbeit suchen."

Bei Luftangriffen britischer und amerikanischer Bomber auf Dresden kamen Historikern zufolge am 13. Februar 1945 und in den beiden Tagen danach bis zu 25 000 Menschen ums Leben. Rechtsextreme nennen viel höhere Opferzahlen, um die Schuld Deutschlands am Zweiten Weltkrieg zu relativieren.

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