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Geschichte - Annaberg-Buchholz:Annaberg-Buchholz erinnert an Bombenangriff vor 75 Jahren

Annaberg-Buchholz (dpa/sn) - Annaberg-Buchholz hat am Freitag an einen schweren Luftangriff auf die Erzgebirgsstadt vor 75 Jahren erinnert. In der Nacht vom 14. zum 15. Februar 1945 war vor allem das Zentrum des Stadtteils Buchholz in Schutt und Asche gelegt worden. Nach Angaben der Stadt wurden 28 Häuser und 19 Industriegebäude beschädigt. Zehn Menschen kamen uns Leben, viele Bürger wurden obdachlos. Die Katharinenkirche, die Post, das Verlagsgebäude der Obererzgebirgischen Zeitung und viele andere Häuser brannten komplett aus, wie es hieß.

Annaberg-Buchholz war damals eher zufällig ins Visier der alliierten Bomberpiloten geraten. Eigentlich hatten sie in der betreffenden Nacht Chemnitz angreifen wollen. Da die Stadt aber komplett in Nebel gehüllt war, warfen sie ihre explosive Last auf dem Rückflug sukzessive über dem Erzgebirge ab und trafen vor allem Buchholz. Die Flugzeuge durften nie mit Bomben an Bord an ihren Startpunkt zurückkehren. "Der schreckliche Zweite Weltkrieg, der am 1. September 1939 vom deutschen Boden seinen Anfang nahm, war damit ins eigene Land, in die eigene Stadt zurückgekehrt", hieß es in der Mitteilung.

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