PsychologieVom Abpfiff zur häuslichen Gewalt

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Fußball ist emotional: Szene in der Fifa-Fanzone auf der National Mall in Washington nach der Niederlage des US-Teams gegen Belgien im Achtelfinale.
Fußball ist emotional: Szene in der Fifa-Fanzone auf der National Mall in Washington nach der Niederlage des US-Teams gegen Belgien im Achtelfinale. Rod Lamkey/AP/dpa

Große Fußballspiele gehen mit einem erhöhten Risiko häuslicher Gewalt einher. Böser Fußball also? Warum Experten das differenzierter sehen.

Von Anna Kammerer

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Es läuft die Nachspielzeit, auf dem Spiel steht, sagen wir, der Einzug ins Halbfinale einer Weltmeisterschaft. Noch ist alles offen, es steht unentschieden. Das Stadion bebt. Dann zieht ein Spieler ab – und trifft, Abpfiff. Die Stimmung ist aufgeheizt, die Köpfe rot und die Augen glasig vom Alkohol. Fans strömen aus dem Stadion in die Nacht. Hauptsache, weitermachen. Feiern oder den Frust wegsaufen. Einer von ihnen stapft später betrunken, müde und frustriert nach Hause. An der Haustür sucht er seinen Schlüssel – findet ihn aber nicht. Er klingelt und wartet. Nichts passiert. Wütend hämmert er an die Tür. Das Schloss klickt, seine Frau öffnet. Und plötzlich ist sie da: die Wut über das Spiel, der Frust über das Turnierende. Er sieht rot und schlägt zu.

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