Nuklearkatastrophe von Fukushima:Die Wälder sind noch immer verstrahlt

Nuklearkatastrophe von Fukushima: Zehn Jahre nach dem Beben ist ein Arbeiter in Namie, wenige Kilometer nördlich des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi, mit der Dekontamination des Bodens beschäftigt.

Zehn Jahre nach dem Beben ist ein Arbeiter in Namie, wenige Kilometer nördlich des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi, mit der Dekontamination des Bodens beschäftigt.

(Foto: Yuichi Yamazaki/Getty Images)

Nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima ließ die japanische Regierung aufwendig radioaktiv kontaminierte Erde abtragen. Forscher ziehen nun eine zwiespältige Bilanz.

Von Andreas Jäger

Seit dem Reaktorunglück von Fukushima sind mehr als zwölf Jahre vergangen, seither wurde intensiv versucht, das Land von der ausgetretenen Strahlung zu befreien. Und doch sind zwei Drittel der Cäsium-137-Nuklide, die damals als radioaktiver Fallout in die Umwelt gelangten, noch immer in der obersten Bodenschicht. Zu diesem Schluss kommen französische und japanische Forscherinnen und Forscher in einer Studie, die nun im Fachblatt Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) erschienen ist. Nach wie vor belastet sind demnach vor allem die bergigen Wälder nordwestlich des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi. Und wie die Autoren schreiben, könne durch starke Regenfälle oder Erosion weiterhin strahlendes Material in die Flüsse und damit in Siedlungen gelangen.

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