ForschungssatireGeschichte vom toten Hund

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Absurde Geschichten, wie die des Nazi-Schäferhund an der Berliner Mauer, müssen nur die Erwartung der Zuhörer treffen - dann werden sie geglaubt.
Absurde Geschichten, wie die des Nazi-Schäferhund an der Berliner Mauer, müssen nur die Erwartung der Zuhörer treffen - dann werden sie geglaubt. Andreas Wrede/dpa

Abwesenheit der Abwesenheit? Postmoderne Membran? Mit gut klingendem Wortgetöse lässt sich in den Sozialwissenschaften Unfug verbreiten - auch dass Nazi-Schäferhunde die ersten Maueropfer waren.

Von Sebastian Herrmann

Schon 24 Stunden nach Baubeginn verblutete das erste Opfer an der Berliner Mauer. Der Vorgang an der Bernauer Straße fand kaum Beachtung, es war nicht einmal eine Zeitungsnotiz wert, dass Schäferhund "Rex" im Dienst sein Leben ließ. Das Tier diente in der Westberliner Schutzpolizei, so berichtete die Doktorandin Christiane Schulte im vergangenen Jahr auf einer Tagung an der TU Berlin, und hatte sich im Stacheldrahtverhau der Ostberliner Grenztruppen verfangen. Dort litt Rex quälend lange Stunden, bis er den Gnadenschuss bekam.

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