bedeckt München

Forschung - Braunschweig:Entwickler schicken automatisierte Miniautos ins Rennen

Braunschweig
Das autonom fahrende Modellfahrzeug fährt über einen Rundkurs mit Hindernissen. Foto: Peter Steffen/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

Braunschweig (dpa/lni) - Überall Rechner, Unmengen an Kabeln und Hunderte Entwickler mit Miniautos - beim Carolo-Cup in Braunschweig wird automatisiertes Fahren zur Realität. 19 internationale Teams aus Bulgarien, Polen, der Schweiz und Deutschland haben am Dienstag um den Sieg in zwei Wettbewerbsklassen gekämpft. 11 000 Euro an Preisgeld gab es insgesamt in der Braunschweiger Stadthalle zu gewinnen. Rund 200 Zuschauer wurden zum Finale am Abend erwartet.

Im Master-Cup für erfahrene Teams fuhren die kleinen Elektroautos mit maximaler Geschwindigkeit los, um in zwei Minuten einen Parcours fehlerfrei zu bewältigen. "Korrektes Einparken wird belohnt", sagte Jan Richelmann vom Organisationsteam der Technischen Uni Braunschweig. In einem Vorstadt-Szenario galt ein erhöhter Schwierigkeitsgrad. Die Autos mussten Tempolimits beachten und Vorfahrtsregelungen erfassen. Zudem sollten sie Fußgänger an Zebrastreifen queren lassen oder Verkehrsinseln erkennen.

"Die Entwicklung der Autos dauert oft mehrere Jahre", sagte Laurenz Borchers vom CDLC-Team der TU Braunschweig. Die Strecken seien für die technischen Miniflitzer eine ordentliche Herausforderung, einige Teams scheiterten noch kurz vor dem Wettbewerb und mussten absagen. In der Halle müssen durchgehend dieselben Bedingungen herrschen, das Licht etwa muss für die Wahrnehmung der Autos konstant sein. "Für uns Entwickler ist das eine gute Chance, die Theorie in der Praxis umzusetzen", beschrieb Borchers die Faszination. Es gehe darum, eine Technik, die noch in den Kinderschuhen steckt, weiterzuentwickeln. Die Studierenden sehen darin auch Berufsperspektiven.

Zur SZ-Startseite