Flugzeugabsturz Die Black Box

Die Black Box mit Flugschreiber und Stimmrekorder sind häufig die letzten Zeugen eines Absturzes.

Um die Ursache von Flugzeugabstürzen feststellen zu können, werden die Maschinen mit so genannten Black Boxes ausgerüstet.

Stimmrekorder (links) und Flugschreiber (rechts) einer Boeing 747.

(Foto: Foto: AP)

Es handelt sich um zwei Geräte in der Größe von Schuhkartons. Sie werden im Heck des Fliegers installiert, da sie dort einen Absturz mit höherer Wahrscheinlichkeit überstehen.

Flugschreiber (Flight Data Recorder, FDR)

Der FDR erhält Informationen von der Flugdaten-Sammeleinheit (Flight-Data-Acquisition Unit, FDAU) in der Spitze des Flugzeugs.

Gesammelt werden Daten über die Geschwindigkeit des Flugzeuges, die Flughöhe, die Stellung der Ruder und Klappen, die Innen- und Außentemperatur, den Druck, der im Flieger herrscht.

Außerdem geben sie Auskunft darüber, wie die Turbinen arbeiten und vieles mehr. Magnetbänder speichern bis zu 100 Parameter, Speicher-Chips sogar mehr als 700.

In den USA ist vorgeschrieben, dass mindestens 11 von insgesamt 29 verschiedenen Parametern aufgezeichnet werden.

Diese ist verbunden mit einer Reihe von Sensoren, die im ganzen Flugzeug verteilt sind.

Der CVR zeichnet über eine Reihe von Mikrofonen im Cockpit des Flugzeuges die Stimmen der Besatzung auf, aber auch Alarmtöne sowie Geräusche von Schaltern und Hebeln. Die Mikros sitzen im Headset der Crew-Mitglieder und in der Mitte des Cockpits

Black Boxes sind seit den 50er Jahren im Einsatz. Stimmrekordern älterer Modelle sind mit Magnetbändern ausgestattet, die in einer Endlosschleife laufen.

Die Daten werden für eine halbe Stunde aufgenommen und dann von neuen Daten überspielt. Seit den 90er Jahren werden jedoch auch Speicher-Chips verwendet, mit einer Aufnahmezeit von bis zu zwei Stunden.

Aufgezeichnet wird jeweils für eine halbe bis zwei Stunden. Nach einem Absturz kann so abgehört werden, was in der Zeit vor dem Unglück im Cockpit gesprochen wurde. Auch die typischen Geräusche bestimmter Instrumente lassen sich identifizieren.

Konstruktion der Black Boxes

Die Black Boxes sind so konstruiert, dass sie extrem hohe Belastungen aushalten. Trotzdem sind die Geräte nach einem Absturz meist zerdrückt.

Die Speichermedien selbst sitzen deshalb in einer so genannten Crash-Survivable Memory Unit (Absturzfeste Speichereinheit), einem Zylinder, dessen Hülle extreme Hitze, brutale Gewalt und Tonnen von Druck übersteht.

Damit die Geräte nach einem Absturz gefunden werden, sind sie in hellem Orange lackiert und mit reflektierenden Bändern versehen. Darüber hinaus senden sie über einen Zeitraum von etwa drei Wochen Funksignale aus.