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Flug-Dinosaurier:Der Urzeit-Albatros

Aerodynamisch bestens ausgerüstet: Changyuraptor yangi.

(Foto: S. Abramowicz)

Archaeopteryx bekommt Konkurrenz: In China sind Spuren eines gefiederten Flugsauriers aufgetaucht. Der Urzeit-Flieger erinnert an moderne Vögel - und könnte ein überraschendes Bindeglied der Evolution sein.

Mit Heckleitwerk und Steuerruder. So könnte man die aerodynamische Ausstattung eines neu entdeckten Flugsauriers beschreiben. Das 125 Millionen Jahre alte, im Nordosten Chinas entdeckte Fossil eines Raubsauriers fällt vor allem mit seinem langen gefiederten Schwanz auf.

Forscher des Naturkundemuseums von Los Angeles vermuten in der aktuellen Ausgabe von Nature Communications, die prähistorische Echse mit dem Namen Changyuraptor yangi habe sein ausladendes Heckgefieder sowie stattliche Federn an den Beinen genutzt, um die Geschwindigkeit beim Landeanflug zu drosseln.

Ähnlichkeit mit modernen Vögeln

Der Fundort in der nordostchinesischen Provinz Liaoning ist seit einigen Jahren ein vielversprechender Ort für Saurierfunde. Insbesondere wurden dort mehrere Fossilien entdeckt, die den Übergang zwischen Sauriern und den heutigen Vögeln genauer erklären können als der noch vor einigen Jahren einzigartige Archaeopteryx.

Changyuraptor hatte nicht nur Schwanzfedern. Sein gesamter, knapp fünf Kilogramm schwerer und gut einen Meter langer Körper war gefiedert. Die Forscher vermuten nun, dass einige Eigenschaften heutiger Vögel bereits unter Dinosauriern entstanden: Nestbau, hohle Knochen und die Kunst zu fliegen. Der neue Flugsaurier unterstützt nach Ansicht von Experten die These, dass einige Urzeit-Echsen in die Lüfte abhoben, bevor es die ersten Vögel gab.