Das Fingertier, auch Aye-Aye genannt, könnte man wegen seines zerzausten Fells, den verlängerten Mittel- und Ringfingern und großen, nackten Ohren als hässlich bezeichnen. Doch gerade dank dieser Eigenschaften sind sie Meister darin, ihre Leibspeise aufzuspüren: Insektenlarven. Mit dem langen, dünnen Mittelfinger klopfen sie die Bäume ab und horchen nach Hohlräumen unter der Rinde. Diese beißen sie dann auf und greifen in das entstandene Loch, um die dort erhoffte Larve herauszufischen. Die Klaue dient dabei als Angelhaken.

Bild: Oregon State University / Nomis Simon / CC by SA 7. Februar 2017, 11:312017-02-07 11:31:03 © SZ.de/chrb