MittelalterFemizide: Was die Geschichte über die Tötung von Frauen verrät

Lesezeit: 4 Min.

Ludwig II. bezichtigte seine Frau Maria von Brabant des Ehebruchs und ließ sie töten. Darstellung von  Jan van Boendale.
Ludwig II. bezichtigte seine Frau Maria von Brabant des Ehebruchs und ließ sie töten. Darstellung von  Jan van Boendale.
Gemeinfrei

Wann ist es legitim, die eigene Ehefrau zu töten? Diese Frage klang nicht immer so absurd wie heute. Was ein internationales Forschungsprojekt über die Geschichte der Frauentötungen herausgefunden hat.

Von Jakob Wetzel

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Das erste Attentat hatte die Frau noch überlebt. Das war, als ihr Ehemann ihr Gift verabreicht hatte. Offenbar hatte ihn seine Mutter dazu angestiftet, womöglich hatte sie ein inzestuöses Verhältnis mit ihrem Sohn. Und auch die Nachbarin war involviert, sie hatte die giftige Substanz in der Apotheke besorgt, womöglich nicht ahnend, wozu sie gedacht war. Doch der Plan scheiterte: Das Gift hatte nicht den gewünschten Effekt. Also versuchte es der Mann erneut.

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