Erfurt (dpa/th) - Thüringens Landtagspräsidentin Birgit Keller hat die Thüringer dazu ermuntert, Haltung gegen Antisemiten und Rechtsextremisten zu zeigen. „Positionieren Sie sich gegen Hass und Hetze. Werden Sie noch sichtbarer. Und machen Sie bei jeder Gelegenheit deutlich, dass wir Judenhass und Fremdenfeindlichkeit in unserer Gesellschaft nicht akzeptieren“, sagte Keller am Montag bei einer Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus im Thüringer Landtag. Der Anschlag in Halle im vergangenen Jahr habe deutlich gezeigt, wie hoch die Gefahr durch Antisemiten und Rechtsextremisten sei.
„Es verlangt eine starke und unmissverständliche gesellschaftliche Reaktion, wenn sich Menschen jüdischen Glaubens durch den schrecklichen Anschlag von Halle“ an die Pogromnacht von 1938 erinnert fühlten, sagte Keller.
Vertreter von Parlament, Landesregierung, Justiz, Verwaltung und aus der Bevölkerung erinnerten im Beisein von Überlebenden anlässlich des Holocaust-Gedenktages an die Gräueltaten der Nazis und das Leiden der Opfer. Vor 75 Jahren wurde das Konzentrationslager Auschwitz durch sowjetische Truppen befreit.
