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Entomologie:Was wirklich gegen Stechmücken hilft

Gelbfiebermücken

Gelbfiebermücken bei der Arbeit.

(Foto: dpa)

Die Tiere können lebensgefährliche Krankheiten übertragen. Eine Studie hat nun untersucht, welche Hilfsmittel sie vertreiben - und welche nicht.

Das Summen einer Mücke ist eines der nervigsten und bekanntesten Geräusche auf der Welt. Sobald es ertönt, dauert es meist nicht mehr lang, bis der Blutsauger sticht und der Gestochene von Juckreiz geplagt wird. Auf dem Markt findet sich eine Fülle von Abwehrmitteln, die Schutz bieten sollen. Dass vieles davon wirkungslos ist, zeigt eine Untersuchung der New Mexico State University um Stacy Rodriguez. Die Forscher veröffentlichten die Studie im Fachmagazin Journal of Insect Science.

Das Ergebnis: Sprays mit den Wirkstoffen Diethyltoluamid (DEET) und Para-Menthan-3,8-Diol (PMD) zeigten die beste und längste Wirkung. Tragbare Geräte, die unter anderem versprachen, die Stecher durch Schallwellen zu vertreiben, waren dagegen nutzlos.

Allein unter Mücken

Für ihre Erkenntnis verglichen die Entomologen elf unterschiedliche Anti-Mücken-Mittel: fünf tragbare Geräte, eine Kerze und fünf Sprays. Während des Tests standen die Probanden in einem Windtunnel mit drei Behältern, einer voll mit weiblichen Gelbfiebermücken. Das Tier ist vor allem in tropischen und subtropischen Regionen vertreten und Überträger von Krankheiten wie Gelb-, Dengue- und Zika-Fieber.

Jedes Mittel testeten die Forscher für 15 Minuten. In dieser Zeit beobachteten sie, ob sich die Mücken in einen Behälter näher am Probanden oder weiter weg begaben. "In Zeiten, in denen Zika eine reelle Bedrohung ist, ist die größte Gefahr für Verbraucher eine falsche Sicherheit", schreiben die Forscher in der Studie. "Und die geben nutzlose Abwehrmittel."

Auch die Stiftung Warentest empfiehlt gegen Insekten Mittel mit den Wirkstoffen DEET, PMD oder Icaridin. Und falls trotz all der Chemie die Mücke einem doch zu nahe kommt, hilft noch immer ein geschickter Schlag mit der Hand.

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