Energie:Wellenmechanik

Lesezeit: 4 min

Energie: Hat in der schottischen See 2018 schon seine Praxistauglichkeit bewiesen: das Vorgängermodell der Stromboje

Hat in der schottischen See 2018 schon seine Praxistauglichkeit bewiesen: das Vorgängermodell der Stromboje

(Foto: Colin Keldie)

In der EU soll künftig auch aus Meereswellen Strom gewonnen werden. Kann das funktionieren? Ein Besuch an der Küste Portugals, wo ein Prototyp entsteht.

Von Ralph Diermann

Wie eine riesige, schwarz und dottergelb lackierte Birne liegt das Ungetüm in einer Werkshalle im nordportugiesischen Hafenort Aguçadoura, das Innere voller Schienen und Stangen, Kabel und Elektronik. Im Frühjahr will der Hersteller, die schwedische Firma Corpower, die Konstruktion auf ein Schiff verladen und vor der Küste auf vier am Meeresgrund verankerte Pfeiler setzen. Dort wird die Birne zur Boje, so der Plan: Sie soll, bewegt durch das Auf und Ab der Wellen, auf dem Wasser tanzen und dabei die Pfeiler auf und ab gleiten lassen. Die Bewegung treibt einen Generator im Innern an, der Strom erzeugt. Bis zu 300 Kilowatt Leistung kann die 19 Meter hohe Stromboje nach Angaben von Corpower aus den Wellen holen, knapp ein Dreißigstel so viel wie ein modernes Offshore-Windrad in der Spitze liefert.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Erzbistum Vaduz
Im dunklen Hinterhof der katholischen Kirche
Datenschutz
Staatliche Kontrolle durch die Hintertür
Portrait of Happy Woman Holding Flowers and Using a Mobile Phone Outdoors; alles liebe
Dating
"Haarlänge, Brustgröße und Gewicht stehen im Vordergrund"
Altersunterschiede in der Liebesliteratur
Die freieste Liebe
Die Performerin und Choreografin Florentina Holzinger
Kunst
»Sich über Scham hinwegzusetzen hat etwas Ermächtigendes«
Zur SZ-Startseite