Elbingerode (Harz)Zu wenig Regen: Lage in Harzer Talsperren angespannt

Ein Floß fährt auf dem Stausee der Rappbodetalsperre.
Ein Floß fährt auf dem Stausee der Rappbodetalsperre. Matthias Bein/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

Wegen des bislang zu trockenen Winters befindet sich in den Harzer Talsperren weniger Wasser als sonst um diese Jahreszeit. In der Rappbodetalsperre, die pro...

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Blankenburg/Clausthal-Zellerfeld (dpa/sa) - Wegen des bislang zu trockenen Winters befindet sich in den Harzer Talsperren weniger Wasser als sonst um diese Jahreszeit. In der Rappbodetalsperre, die pro Jahr rund 50 Millionen Kubikmeter Trinkwasser zur Verfügung stelle, liege der Füllstand aktuell bei knapp 80 Millionen Kubikmeter, sagte der stellvertretende Geschäftsführer des Talsperrenbetriebs Sachsen-Anhalt, Joachim Schimrosczyk, am Dienstag in Blankenburg. Das Fassungsvermögen der Rappbodetalsperre liege bei 109 Millionen Kubikmetern.

Die Füllstände seien nicht optimal, aber auch nicht dramatisch. Die Trinkwasserversorgung sei gewährleistet, es gehe aber immer auch um Fragen der Energieerzeugung und der Abgabe von Wasser in die Flüsse.

In den für die Trinkwasserversorgung weiter Teile Niedersachsens wichtigen Stauseen befänden sich 20 Millionen Kubikmeter weniger Wasser als im langjährigen Mittel, teilten die Harzwasserwerke am Dienstag mit. Der Füllungsgrad der sechs Talsperren liege bei 55 Prozent. Üblich seien Ende Januar mehr als 70 Prozent. Die Situation sei angespannt, sagte der Technische Geschäftsführer Christoph Donner.

Sollte die Trockenheit langfristig anhalten, müssten die Harzwasserwerke Maßnahmen ergreifen, um die Versorgungssicherheit auch im Fall eines Dürresommers zu gewährleisten. Am besten gefüllt war am Dienstag die Granetalsperre mit 70 Prozent. Der Okerstausee hatte noch einen Füllungsgrad von 38 Prozent.

Der stellvertretende Geschäftsführer des Talsperrenbetriebs Sachsen-Anhalt, Schimrosczyk, sagte, die Talsperren seien differenziert zu betrachten. So habe die Zillierbachtalsperre bei Wernigerode ihr Winterstandziel erreicht, es könne sogar schon wieder Wasser abgegeben werden.

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