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Eisbären in Gefahr:Rettungsaktion am Nordpol

Die fünf Arktis-Staaten beraten, wie die Eisbären vor dem Aussterben bewahrt werden können. Deren größter Feind ist der Klimawandel.

Auf einer Konferenz zum Schutz des Eisbären beraten derzeit Vertreter der fünf Arktis-Staaten im norwegischen Tromsö, wie sie die Tiere vor dem Aussterben retten können. Nach Schätzungen existieren noch 20.000 bis 25.000 Tiere, die alle in der Arktis leben. Ihr größter Feind ist der Klimawandel. Zudem wird ihr Lebensraum durch Öl- und Gasförderprojekte immer kleiner.

Nach Schätzungen existieren noch 20.000 bis 25.000 Eisbären - alle in der Arktis.

(Foto: Foto: AP/Mary Sage/Joseph Napaaqtuq Sage)

Nach Schätzung der Umweltorganisation WWF könnte die Zahl der Tiere in den nächsten 50 Jahren um zwei Drittel zurückgehen. Denn Eisbären sind bei der Robbenjagd auf Eisschollen angewiesen und die werden zumindest in einigen Regionen aufgrund der steigenden Temperaturen immer seltener.

Die Tiere können zwar auch gut schwimmen, doch im freien Wasser haben sie kaum Chancen, die wendigen Robben zu erwischen. Ihre Jagdstrategie funktioniert nur vom Packeis aus: Die Bären riechen Robben unter meterdickem Eis und benutzen treibende Eisschollen als Taxi, um in die Nähe ihrer Beute zu kommen.

Üblicherweise lauern sie den Robben an deren Atemlöchern auf. Wenn eines der Tiere zum Luftholen auftaucht, zerren sie es mit Zähnen und Pranken an die Oberfläche.

Wie stark Eisbären tatsächlich bedroht sind, ist kaum abzuschätzen, da die meisten Tiere weite Strecken wandern und deshalb schwierig zu zählen sind. Zudem gibt es nur wenige Vergleichsdaten aus der Vergangenheit.

Tatsache ist jedoch, dass die Eisbären in Regionen, in denen das Eis stark schmilzt, in einem schlechteren körperlichen Zustand sind als anderswo und dass dort seit einigen Jahren immer öfter Überreste erwachsener weiblicher Tiere gefunden werden. Offensichtlich wurden sie von ausgehungerten Artgenossen angefallen und aufgefressen.