PhysikUnd wieder keine Dunkle Materie gefunden

Lesezeit: 3 Min.

Dunkle Materie ist für Teleskope unsichtbar, man kann nur indirekt auf sie schließen. Hier ist die errechnete Dunkle Materie in einer Galaxiengruppe in Pink dargestellt.
Dunkle Materie ist für Teleskope unsichtbar, man kann nur indirekt auf sie schließen. Hier ist die errechnete Dunkle Materie in einer Galaxiengruppe in Pink dargestellt. (Foto: A. Tudorica & C. Heymans/Kilo-Degree Survey Collaboration/ESO)

Ein großer Detektor hat erneut nach Teilchen gesucht, die den rätselhaften Galaxien-Klebstoff ausmachen sollen – erfolglos. Langsam werden die Verstecke knapp. Ist doch alles ganz anders als vermutet?

Von Adrian Cho

Wieder einmal haben Physiker mit einem ultrasensiblen unterirdischen Detektor nach Teilchen der geheimnisvollen dunklen Materie gesucht – und sind dabei leer ausgegangen. Das Lux-Zeplin (LZ)-Experiment suchte nach sogenannten schwach wechselwirkenden massiven Teilchen („Wimps“) mit fünfmal höherer Empfindlichkeit als alle bisherigen Experimente, konnte aber keine Anzeichen für die hypothetischen Teilchen entdecken, berichtete das LZ-Team kürzlich auf zwei Konferenzen in Chicago und in São Paulo. Das Ergebnis schließt die Existenz von Wimps – lange Zeit der bevorzugte Kandidat für dunkle Materie – nicht aus. Aber es deutet darauf hin, dass die vier Jahrzehnte währende Saga um die Teilchen mit dem skurrilen Namen in ihren letzten Abschnitt eintritt.

Zur SZ-Startseite

Kosmologie
:Was ist bloß mit dem Universum los?

Immer deutlicher werden die Hinweise, dass die Expansion des Weltalls nicht so stetig verläuft wie gedacht. Dahinter steht die geheimnisvolle Dunkle Energie.

SZ PlusVon Theresa Palm

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: