Psychologie:Befreit das Individuum!

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Unterschiedliche Identitäten, aber innerlich doch alle sehr ähnlich? Das ist noch nicht das Optimum der Vielfalt. (Foto: Johannes Simon/Johannes Simon)

Um Kreativität, Leistung und Ideen zu entfesseln, reicht eine Diversität der Identitäten nicht. Stattdessen braucht es vor allem: freie Vielfalt der Meinungen.

Von Sebastian Herrmann

Manche Gegenwartsvokabeln ermüden durch Dauerpräsenz. Zu diesen Begriffen zählt das Wort „Diversität“, und auch das weniger effektheischende Synonym „Vielfalt“. Jedenfalls hat sich die Idee, Gruppen mit Menschen verschiedener Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht und Sexualität zu besetzen, zu einem moralischen Imperativ entwickelt. Kaum eine Firma verzichtet heute noch auf ein Diversity-Team oder entsprechende Programme, die identitäre Vielfalt befördern sollen. Diese Form der repräsentativen Quotengerechtigkeit wird meist mit einer wesentlichen Argumentationsbeilage serviert: Hier gehe es nicht um reine Fairnesserwägungen, sondern um Leistung. Teams aus Menschen vielfältiger Herkunft produzierten automatisch bessere Ergebnisse, so die Behauptung, die auch Unternehmen wie die Beratungsfirma McKinsey vertreten.

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