Menschheitsgeschichte:Wer hat die Demokratie erfunden?

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Menschheitsgeschichte: Als die Akropolis von Athen erbaut wurde, war die Demokratie zwar bereits erfunden, sie hatte sich aber noch nicht durchgesetzt.

Als die Akropolis von Athen erbaut wurde, war die Demokratie zwar bereits erfunden, sie hatte sich aber noch nicht durchgesetzt.

(Foto: unknown/IMAGO/Design Pics)

Griechenland gilt als Wiege der westlichen Demokratie. Doch auch in Amerika, Afrika und Asien gab es Gesellschaften ohne Monarchen oder Autokraten. Also was nun?

Von Niccolò Schmitter

Die sogenannte Wiege der Demokratie lässt sich ziemlich genau verorten. Im heutigen Griechenland, auf der Halbinsel Attika, legte der Staatsmann Solon vor rund 2600 Jahren mit seiner geschichtsträchtigen Gesetzgebung die Grundlagen für dieses politische System. Und doch: Die Metapher der Wiege, sie ist eigentlich überholt. Dass die antiken Athener die Demokratie erfunden hätten, mag zwar aus westlicher Sicht stimmen. Nicht zuletzt stammt das Wort "Demokratie" von den Griechen. Doch auch andere altertümliche Kulturen trafen Entscheidungen im Kollektiv. In Amerika, Afrika, Asien - überall gab es Gesellschaften ohne Monarchen oder Autokraten, denen das Wort "Demokratie" aber dennoch völlig fremd war.

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