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Coronavirus in Schweden:"Wir haben die Entwicklung der Todeszahlen unterschätzt"

Coronavirus - Schweden

Volle Cafés und belebte Plätze prägen Mitte April das Bild in Malmö. "Wir sind jederzeit bereit, mehr bindende Regeln aufzustellen, wenn die Bevölkerung nicht folgt", warnt Schwedens Außenministerin.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bislang geht Schweden recht freizügig mit der Corona-Krise um. Es gibt kaum strikte Verbote, Empfehlungen schienen auszureichen. Doch die Infektionszahlen steigen weiter an - und die Moral in der Bevölkerung sinkt.

Eltern von Kita-Kindern blicken momentan ebenso neidisch nach Norden wie Ladenbesitzer, Kneipenwirte und Wirtschaftsbosse. Sehnsüchtig fragen sie sich: Könnte Deutschland es nicht ebenso halten wie Schweden - mit weniger Verboten und mehr Laisser-faire? Denn in den Augen vieler von der Corona-Krise gebeutelten Menschen zeigt der Weg, den die Regierung in Stockholm eingeschlagen hat, dass es auch ohne die rigiden Vorschriften geht, die Menschen hierzulande das Leben schwer machen. Schließlich gab es im Fernsehen bisher keine Berichte von Kühllastern vor schwedischen Kliniken und von übervollen Beerdigungsinstituten, wie sie aus New York gezeigt wurden, und schon gar keine Massengräber, wie sie derzeit in Brasilien ausgehoben werden.

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