bedeckt München 17°
vgwortpixel

Alle Daten zur Pandemie:Aktuelle Zahlen zum Coronavirus

China meldet erstmals seit Ausbruch der Pandemie keine neuen Corona-Fälle. Brasilien ist mit mehr als 330 000 Infizierten das Land, das nach den USA am zweitstärksten betroffen ist. Aktuelle Zahlen zum Coronavirus in Grafiken.

Die Ausbreitung des Coronavirus schreitet weltweit weiter voran. Nachdem besonders Europa anfänglich schwer vom Virus betroffen war, sind es nun die USA, Russland und Brasilien, in denen sich das Virus stark ausbreitet. In Deutschland haben die ersten Bundesländer die Corona-Regeln bereits gelockert, doch viele Menschen arbeiten noch immer von zu Hause aus. Zahlreiche Grenzen innerhalb der EU bleiben noch bis in den Juni hinein geschlossen.

Dass die Gesamtzahl der Infizierten weiter ansteigt, liegt vor allem daran, dass die Erkrankung meist erst nach etwa fünf bis sieben Tagen ausbricht. Es gibt also weiterhin eine große Zahl von Patienten, die noch nicht erfasst sind - und womöglich noch gar nicht wissen, dass sie das Virus bereits in sich tragen. Auch zu Neuansteckungen wird es weiter kommen, schließlich lassen sich nicht alle Sozialkontakte restlos vermeiden.

Der exponentielle Anstieg der Fallzahlen scheint jedoch in Deutschland und vielen anderen Ländern vorerst gestoppt. Die Kurve wird aktuell flacher.

Da in verschiedenen Ländern in unterschiedlichem Ausmaß getestet wird, sind die absoluten Fallzahlen nur eingeschränkt vergleichbar. Für den internationalen Vergleich bietet sich daher ein zusätzlicher Blick auf die Todesfälle an.

Woran lässt sich erkennen, ob das Virus unter Kontrolle ist?

Die Reproduktionszahl gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter im Mittel ansteckt. Liegt der R-Wert über 1, breitet sich das Virus exponentiell aus. Ein R unter 1 bedeutet, dass die Ausbreitung vorerst gestoppt werden konnte.

Neben der Reproduktionszahl ist nun vor allem die Zahl der Neuinfektionen der entscheidende Indikator. Geht dieser Wert zurück, ist das Virus unter Kontrolle. Sobald die Zahl wieder ansteigt, droht ein Rückfall in eine exponentielle Ausbreitung, die sehr schnell unkontrollierbar werden kann.

In Deutschland haben Bund und Länder beschlossen, das Management der Epidemie stärker in die Regionen zu verlagern. So soll nun die Zahl der Neuinfektionen für jeden Landkreis und jede kreisfreie Stadt einzeln beobachtet werden. Treten innerhalb einer Woche mehr als 50 Ansteckungen je 100.000 Einwohner auf, soll der betroffene Kreis reagieren.

Die Epidemie nahm Ende Dezember in China ihren Anfang und hat sich seither auf alle Kontinente ausgebreitet.

Die angegebenen Fallzahlen beziehen sich auf die durch Tests bestätigten, von den Behörden gemeldeten Infektionen. Die reale Zahl der Infizierten liegt höher.

Die ersten Infektionen innerhalb Deutschlands gab es bei Mitarbeitern des bayerischen Automobilzulieferers Webasto, die sich bei einer chinesischen Kollegin angesteckt hatten. Inzwischen gibt es in allen Bundesländern zahlreiche Fälle. Schwerpunkte liegen in Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg und Hamburg.

Die Zahlen in diesem Artikel stammen im Wesentlichen von der Johns-Hopkins-Universität und von den für den Infektionsschutz zuständigen Behörden in den Bundesländern. Ergänzend kommen Daten vom Robert-Koch-Institut zum Einsatz, diese werden jedoch erst zeitverzögert gemeldet und geben nicht den neuesten Stand wieder.

© SZ.de/beu/vwo/jsa
Corona Virus Teaserbild

Coronavirus
:Alle Daten der Pandemie erklärt

Warum ist die Zahl der Infizierten trügerisch? Woran lässt sich am besten erkennen, wie die Lage sich entwickelt? Fragen und Antworten zu den Daten der Corona-Pandemie.

Von Christian Endt und Benedict Witzenberger

Coronakrise und EU: Wie sähe ein faires Hilfsprogramm aus?:Zur Leserdiskussion

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite