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Alle Daten zur Pandemie:Aktuelle Zahlen zum Coronavirus

Die USA melden mehr als fünf Millionen Infektionen mit dem Coronavirus. Aktuelle Zahlen zum Coronavirus in Grafiken.

Von Christian Endt und Benedict Witzenberger

Die Ausbreitung des Coronavirus schreitet weltweit weiter voran. Nachdem zunächst China, dann Europa am Schwersten von der Pandemie betroffen war, ist sie inzwischen auf der ganzen Welt angekommen.

Diese Tabelle zeigt den aktuellen Stand in allen Staaten der Welt. Die Daten stammen von der Johns-Hopkins-Universität, die neben amtlichen Statistiken auch Medien als Quelle verwendet, die häufig schneller Daten liefern.

Wir zeigen in der folgenden Grafik den Verlauf der Neuinfektionen in ausgewählten Ländern. Die Zahl ist dabei immer ein gleitender Mittelwert über die vergangene Woche. So werden Schwankungen herausgerechnet, die daraus resultieren dass an Wochenenden weniger Fälle gemeldet werden - obwohl man annehmen kann, dass sich an ihnen genauso viele Menschen infizieren wie an Wochentagen.

Diese Daten sind nur ein Ausschnitt der Wirklichkeit. Es gibt eine große Zahl von Patienten, die nicht erfasst sind - und womöglich noch gar nicht wissen, dass sie das Virus bereits in sich tragen. Insbesondere in afrikanischen Staaten reichen die Testkapazitäten bei weitem nicht aus, dort dürfte die Dunkelziffer besonders hoch sein.

Da in verschiedenen Ländern in unterschiedlichem Ausmaß getestet wird, sind die absoluten Fallzahlen nur eingeschränkt vergleichbar. Auch kann man bei den Meldungen von autoritären Regimen mindestens skeptisch sein, inwieweit diese die Realität abbilden. Für den internationalen Vergleich bietet sich daher ein zusätzlicher Blick auf die Todesfälle an. Diese sind besser vergleichbar. Da jedoch auch manche Covid-Toten nicht als solche erfasst werden, blicken Statistiker außerdem auf die gesamte Übersterblichkeit in den Ländern.

Für das Auswärtige Amt gilt nach eigenen Angaben aktuell die Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen als Anhaltspunkt dafür, ob eine Reisewarnung ausgesprochen und ggf. wieder aufgehoben wird.

Wie sieht die Lage in Deutschland aus?

Vor allem drei Werte stehen in Deutschland im Fokus. Die Reproduktionszahl gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter im Mittel ansteckt. Das Robert Koch-Institut berechnet sie über die Neuinfektionen. Liegt der R-Wert über 1, breitet sich das Virus exponentiell aus. Ein R unter 1 bedeutet, dass die Ausbreitung vorerst gestoppt werden konnte.

Neben der Reproduktionszahl ist nun vor allem die Zahl der Neuinfektionen der entscheidende Indikator. Geht dieser Wert zurück, ist das Virus unter Kontrolle. Sobald die Zahl wieder ansteigt, droht ein Rückfall in eine exponentielle Ausbreitung, die sehr schnell unkontrollierbar werden kann. Die folgende Grafik zeigt die rohen Neuinfektionen für jeden Tag, darüber liegt eine Kurve mit dem siebentägigen Mittelwert.

Um einen Eindruck zu bekommen, wie sich das Virus in Deutschland bislang verhalten hat, lohnt sich ein Blick auf die Zahl der Genesenen. Zwar ist bisher unklar, ob eine überstandene Erkrankung vor einer Neuinfektion schützt - dennoch lässt sich so die Gesamtzahl der Fälle besser einschätzen.

In Deutschland haben Bund und Länder beschlossen, das Management der Epidemie stärker in die Regionen zu verlagern. So soll nun die Zahl der Neuinfektionen für jeden Landkreis und jede kreisfreie Stadt einzeln beobachtet werden. Treten innerhalb einer Woche mehr als 50 Ansteckungen je 100.000 Einwohner auf, soll der betroffene Kreis reagieren.

Die Epidemie nahm Ende Dezember in China ihren Anfang und hat sich seither auf alle Kontinente ausgebreitet.

Die ersten Infektionen innerhalb Deutschlands gab es bei Mitarbeitern des bayerischen Automobilzulieferers Webasto, die sich bei einer chinesischen Kollegin angesteckt hatten. Inzwischen gibt es in allen Bundesländern zahlreiche Fälle. Schwerpunkte liegen in Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg und Hamburg.

© SZ.de/beu/vwo/jsa
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