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Coronavirus:WHO untersucht Covid-19-Rückfälle

Sars-Covid-19-Viren unter dem Mikroskop.

(Foto: AP)

Angeblich sind in Südkorea knapp hundert Menschen nach Genesung erneut positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bislang vermuten die meisten Wissenschaftler, dass genesene Patienten immun sind.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) untersucht mutmaßliche Rückfälle von Covid-19-Patienten, die nach negativen Virus-Tests als geheilt galten. "Wir stehen in enger Verbindung mit unseren klinischen Experten und arbeiten hart daran, mehr Informationen über diese individuellen Fälle zu erhalten", heißt es in einer WHO-Stellungnahme gegenüber Reuters zu den ungewöhnlichen Fällen in Südkorea. Es sei sehr wichtig, dass bei der Beurteilung der Patienten der vorgeschriebene Ablauf eingehalten werde. Nach den WHO-Richtlinien kann ein Patient erst aus dem Krankenhaus entlassen werden, wenn zwei Coronavirus-Tests im Abstand von 24 Stunden negativ ausgefallen sind.

In Südkorea sind nach Angaben dortiger Behörden knapp hundert von einer Infektion genesene Menschen erneut positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Der Direktor des Koreanischen Zentrums für Krankheitsbekämpfung, Joeng Eun Kyeong, erklärte am Freitag, es sei eher wahrscheinlich, dass das Virus "reaktiviert" worden sei, als dass es sich um Neuinfektionen handele. Vertreter des südkoreanischen Gesundheitswesens sagten, noch sei unklar, was sich hinter diesem Trend verberge. Epidemiologische Untersuchungen würden derzeit fortgesetzt.

Die Frage, ob sich von einer Infektion genesene Menschen erneut am Coronavirus anstecken können, ist von internationaler Bedeutung. Viele Länder setzen darauf, dass von einer Corona-Infektion geheilte Menschen eine Immunität gegen das Virus entwickeln und mit der Zeit ein genügend großer Bevölkerungsteil immun gegen die Krankheit ist, um ein Wiederaufflammen der Pandemie zu verhindern.

Bisher deutet auch vieles daraufhin, zum Beispiel eine chinesische Studie an Rhesusaffen, die bei einer zweiten Infektion keine Krankheitszeichen mehr zeigten. Vermeintliche Neuinfektionen stellten sich in der Vergangenheit meist als fehlerhafte Tests heraus. Der Nachweis des Virus mittels PCR kann jedoch falsche negative Ergebnisse hervorbringen, wenn Proben aus dem Rachen genommen werden, aber der Virus dort nicht mehr nachweisbar ist, sagt etwa der Corona-Experte Christian Drosten von der Berliner Charité.

© SZ.de/Reuters/bavo/hum/pram
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