Kognitionsforschung:Machen Computerspiele clever?

Lesezeit: 3 min

Kognitionsforschung: Videospiele können bestimmte Fähigkeiten von Kindern verbessern - aber womöglich beschränkt sich dieser Effekt auf die Leistungen in Videospielen.

Videospiele können bestimmte Fähigkeiten von Kindern verbessern - aber womöglich beschränkt sich dieser Effekt auf die Leistungen in Videospielen.

(Foto: gemenacom/imago/Panthermedia)

Videospiele können die kindliche Kognition positiv beeinflussen, legt eine große Studie nahe. Warum Eltern darauf trotzdem lieber nicht bauen sollten.

Von Moritz Borchers

USA, ziemlich genau vor 50 Jahren: Zum Weihnachtsgeschäft kommt mit der "Magnavox Odyssey" die weltweit erste Videospielkonsole in den Handel, die sich zu Hause im Wohnzimmer nutzen lässt. Das Gerät verschwindet zwar bereits 1975 wieder vom Markt, gilt aber bis heute als Vorhut des Videospielezeitalters. Und von Anfang an beschäftigt Gesellschaft und Wissenschaft eine Frage: Was macht die Unterhaltungstechnologie mit denen, die sie nutzen? Die aufkeimende Videospieleforschung der späten 1970er-Jahre richtete ihre Aufmerksamkeit vor allem auf mögliche positive Effekte: Videospiele könnten etwa die Hand-Auge-Koordination oder das räumliche Vorstellungsvermögen verbessern, lauteten gängige Hypothesen. Tatsächlich zeigte sich in zahlreichen Experimenten, dass Videospielen visuell-räumliche Fähigkeiten verbessern kann. Später kamen weitere Hinweise hinzu, dass auch komplexere Leistungen wie das Arbeitsgedächtnis vom virtuellen Spielen profitieren können.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Enjoying the fresh sea air; loslassen
Liebe und Partnerschaft
»Solange man die Emotionen zulässt, ebben sie auch wieder ab«
Trainer practicing squats with male and female clients in park; Sport Fitness Ernährung
Gesundheit
"Wer abnehmen möchte, sollte das nicht allein über Sport versuchen"
Politische Gefangene Maria Kolesnikowa in Belarus
"Dieser ständige Druck wirkt sich auf die Gesundheit aus"
Wolf Biermann
"Das sind Dummheiten aus Klugscheißer-Motiven"
Digitale Welt und Psyche
Mehr, mehr, mehr
Zur SZ-Startseite