Burg Stargard (dpa/mv) - In der Kleinstadt Burg Stargard bei Neubrandenburg wird die chinesische Mondmission derzeit unter besonderen Vorzeichen beobachtet. Wie der Neubrandenburger Raumfahrtexperte Uwe Schmaling am Montag erklärte, hoffen die Burg Stargarder auf ein kleines Mitbringsel der unbemannten Sonde. Hintergrund sei, dass die am 23. November gestartete Mondsonde auf der Mondoberfläche in einem Gebiet Bodenproben nehmen soll, dass nach einem Astronom aus Burg Stargard benannt ist - dem „Mons Rümker.“
Dabei handele es sich um eine Vulkanformation auf dem Mond, die nach Carl Rümker (1788-1862) benannt wurde. Rümker wuchs in Burg Stargard und Berlin auf, bevor er als Astronom weltweit arbeitete und bekannt wurde. 1935 wurde der „Mons Rümker“ auf dem Mond nach ihm benannt, in Burg Stargard wird auch im Museum an ihn erinnert.
Aus diesem Anlass hatten Schmaling und die Kleinstadt 2017 eine Gedenktafel für den Astronomen enthüllt und auch den chinesischen Astronauten Chen Dong eingeladen, der Burg Stargard, Neubrandenburg und Neustrelitz besucht hatte. Dort hatte Lorenz bereits die Bitte an die chinesische Delegation gerichtet. Die Rückkehr der laufenden Mondmission wird für Ende Dezember erwartet, sagte Schmaling, der sonst jährlich „Tage der Raumfahrt“ organisiert, die 2020 aber wegen der Corona-Lage nicht stattfinden.