Bildstrecke:Wale

Die Meeressäuger faszinieren die Menschen seit Jahrhunderten - und genauso lang werden sie bejagt. Einige Arten waren bereits fast ausgestorben. Und noch immer betreiben einige Nationen Walfang.

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Wale

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Belugas oder Weißwale (Delphinapterus leucas) gehören zu den Gründelwalen. Die drei bis sechs Meter langen und zwischen 400 und 1500 Kilogramm schweren Tiere leben in den Nordpolargewässern vor Alaska, Kanada, Russland und auch Norwegen. 1966 wurde ein Tier Hunderte Kilometer stromaufwärts im Rhein entdeckt, Moby Dick getauft und schließlich von der Polizei zurück ins Meer eskortiert. Auch in der Elbe sind schon Tiere aufgetaucht.

Weißwale wurden gejagt - inzwischen beschränkt sich der Walfang auf den Norden Russlands und die Arktis, wo die Inuit die Tiere jagen. Es gibt etwa 80.000 Exemplare, die insbesondere vor Kanada und Alaska eine Touristen-Attraktion darstellen.

Foto: AP

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Blauwale (Balaenoptera musculus) sind die größten und schwersten Tiere, die jemals auf der Erde existierten. Die bis zu mehr als 33 Meter langen und bis zu 200 Tonnen schweren Meeressäuger gehören zu den Bartenwalen. Sie kommen in allen Weltmeeren vor. Im Gegensatz zu manchen anderen Walen bevorzugt der Blauwal die offene See. Die Tiere wurden seit dem 19. Jahrhundert gejagt. Seit 1972 sind sie geschützt. Es gibt heute vermutlich nur noch einige tausend Tiere.

Foto: National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA)

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Der Brydewal (Balaenoptera brydei) gehört zu den Bartenwalen. Sein Name geht auf einen norwegischen Botschafter in Südafrika namens Johan Bryde zurück und wird "brüde" ausgesprochen. Die zwölf bis 14 Meter langen und 16 bis 25 Tonnen schweren Wale leben in allen Ozeanen, meiden aber die polaren Gewässer. Sie wurden im nördlichen Pazifik gejagt, sind aber nicht bedroht. Es gibt vermutlich noch bis zu 80.000 Exemplare.

Foto: NOAA

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Der Buckelwal (Megaptera novaeangliae) wird zwischen zwölf und 18 Meter lang und bis zu 30 Tonnen schwer. Er gehört zu den Bartenwalen. Besonders auffällig sind seine großen Brustflossen. Die Tiere leben in allen Ozeanen und halten sich häufig in Küstennähe auf - was sie seit Jahrhunderten zur beliebten Beute der Walfänger gemacht hat. Aufgrund der intensiven Jagd ist die Population inzwischen auf vermutlich 28.000 Tiere geschrumpft. Seit 1966 sind Buckelwale weltweit geschützt. Das hält Japan allerdings nicht länger davon ab, Jagd auf die Tiere zu machen - angeblich aus wissenschaftlichen Gründen. Tatsächlich wird das Walfleisch zum größten Teil aber an Restaurants verkauft. Berühmt sind sie übrigens für ihren Gesang und ihre imposanten Sprünge.

Foto: dpa

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Der Gemeine oder Gewöhnliche Delphin (Delphinus delphis) ist der häufigste Delphin vor Europas Küsten. Weltweit kommt er in gemäßigten und tropischen Breiten vor. Er bevorzugt allerdings das offene Meer. Es gibt einige Millionen Exemplare. In einigen Regionen wurden die Tiere früher gejagt, außerdem sterben sie häufig in Fischernetzen. Im Mittelmehr gelten sie als bedroht.

Foto: ddp

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Entenwale (Hyperoodon) gehören zu den Schnabelwalen. Es gibt zwei Arten: den Nördlichen (Hyperoodon ampullatus) und den Südlichen Entenwal (Hyperoodon planifrons). Die Tiere werden zwischen sechs und neun Meter lang und wiegen zwischen 5800 und 7500 Kilogramm. Sie leben auf dem offenen Meer und sind in der Lage, tiefer als 1000 Meter zu tauchen, um Tintenfische und andere Meerestiere zu jagen. Der Nördliche Entenwal kommt im nördlichen und mittleren Atlantik vor. Sein Kopf ähnelt dem eines Delphins. Die Tiere wurden seit dem Ende des 19. Jahrhunderts insbesondere von Norwegischen Walfängern gejagt, in den sechziger Jahren waren sie fast ausgerottet. Seit 1973 sind die Nördlichen Entenwale vollständig geschützt. Heute gibt es vermutlich wieder mehr als 40.000.

Foto: AP

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Der Finnwal (Balaenoptera physalus) ist nach seinem Verwandten, dem Blauwal, das zweitgrößte Tier der Erde. Finnwale werden zwischen 18 und 27 Metern lang und 40 bis 70 Tonnen schwer. Sie kommen in allen Ozeanen vor, bevorzugen aber die hohe See. Als die Blauwale fast ausgerottet waren, begannen Walfänger, auch die schnellen Finnwale zu jagen. Die Population wurde dadurch auf weniger als 5000 Tiere dezimiert. Seit 1986 sind die Tiere geschützt. Allerdings werden sie seit 2006 von Island wieder gejagt. Derzeit wird die Zahl der Finnwale auf insgesamt etwa 55.000 Tiere geschätzt.

Foto: NOAA

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Chinesische Flussdelphine (Lipotes vexillifer) werden auch als Jangtse-Delphine oder Baiji bezeichnet. Sie werden etwa 2,5 Meter lang und 160 Kilogramm schwer. Seit 2007 gelten die Tiere als ausgestorben - allerdings gibt es ein Video aus dem im August 2007, auf dem vermutlich ein Baiji zu sehen ist. Das letzte eindeutige Foto stammt von 2002. Flussdelphine lebten ausschließlich in den chinesischen Flüssen Jangse und Qiantang - in Letzterem wurden sie allerdings bereits seit den fünfziger Jahren nicht mehr gesehen. Vermutlich sind die Tiere ein Opfer von Überfischung, Schiffsschrauben und Abwässern geworden.

Foto: dpa

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Grauwale (Eschrichtius robustus) gehören zu den Bartenwalen. Sie werden zwischen 13 und 15 Meter lang und bringen 25 bis 34 Tonnen auf die Waage. Die Tiere kamen bis Anfang des 18. Jahrhunderts auch im Atlantik vor, inzwischen gibt es sie nur noch im Pazifik. Sie bevorzugen die Küstennähe, was sie bereits im Mittelalter zu einer beliebten Beute der Walfänger gemacht hat. Die Jagd auf die seit 1946 geschützten Tiere hat den Bestand auf 22.000 Exemplare verringert. In Sibirien und Alaska dürfen Einheimische etwa 100 Grauwale pro Jahr für den Eigenbedarf jagen. Grauwale sind vor der nordamerikansichen Küste eine Touristenattraktion, da sie Boote bis auf wenige Meter an sich heranlassen.

Foto: AP

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Der Grönlandwal (Balaena mysticetus) wird bis zu 18 Metern lang und 100 Tonnen schwer. Er gehört zu den Bartenwalen und lebt in arktischen Gewässern. In der Vergangenheit waren die Tiere so häufig, dass sie von Walfängern auch "Common Whale" (Gewöhnlicher Wal) bezeichnet wurden. Sie waren allerdings als Beute auch so beliebt, dass sie bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts fast augerottet wurden. 1931 wurden sie - als erste Walart überhaupt - vom Völkerbund unter Schutz gestellt. Seit 1946 ist die Jagd verboten. Heute gibt es noch zwischen 5000 und 9000 Grönlandwale. Amerikanische Inuit erlegen jährlich mit einer Sondergenehmigung etwa 50 dieser Wale.

Foto: NOAA

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Mink- oder Zwergwale (Balaenoptera acutorostrata und Balaenoptera bonaerensis) gehören zu den Bartenwalen. Sie werden selten bis zu zehn Metern lang und kommen auf ein Körpergewicht von bis zu zehn Tonnen. Minkwale leben in allen Ozeanen. Auch in in die Nord- und Ostsee haben sich hin und wieder Zwergwale verirrt. Die Tiere wurden seit dem Mittelalter gejagt - jedoch lange Zeit nicht sehr intensiv. Erst seit dem Beinahe-Ende ihrer größeren Verwandten wuchs das Interesse der Walfänger an den Tieren. Seit 1985 gibt es ein Fangverbot - das Norwegen allerdings nicht akzeptiert. Außerdem werden die Tiere vor den Küsten Grönlands und Russlands von Einheimischen gejagt. Japan und Island töten Minkwale angeblich aus wissenschaftlichem Interesse. Das Fleisch landet allerdings zum großen Teil in Restaurants. Der Bestand der Tiere wird auf 300.000 bis 500.000 geschätzt.

Foto: WWF/Morten Lindhard

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Narwale (Monodon monoceros) gehören zu den Zahnwalen. Sie werden - den Stoßzahn nicht mitgerechnet - bis zu fünf Metern lang und eineinhalb Tonnen schwer. Der Zahn kann allein eine Länge von fast drei Metern besitzen. Die Tiere leben im Arktischen Ozean. Narwale, die in der Nordsee aufgetaucht sind, hatten sich vermutlich verirrt. Die Wale sind geschützt. Lediglich in Grönland und Kanada werden sie noch heute von den Inuit gejagt. Hunderte Tiere werden jedes Jahr vor der Küste erschossen - und häufig gar nicht genutzt, da sie untergehen oder nicht geborgen werden können. Die Schätzungen über die Größe der Gesamtpopulation liegen zwischen 20.000 und 70.000. Der Schädel mit den Zahn war vermutlich im Mittelalter eines der Fundamente der Legende von den Einhörnern.

Foto: Glenn Williams

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Atlantische Nordkaper (Eubalaena glacialis) sind in Küstennähe lebende Bartenwale, die zwischen 13 und 18 Meter lang und bis zu 100 Tonnen schwer werden. Die schwarzen Riesen leben im Nordatlantik. Im Osten des Atlantik gibt es die Tiere allerdings nicht mehr, da sie dort seit dem 16. Jahrhundert gejagt wurden. Auch vor der nordamerikanischen Ostküste wurden die Tiere fast ausgerottet. Es wird geschätzt, dass nur noch dreihundert Wale dieser Art leben und der Bestand scheint sich nicht zu erholen.

Foto: NOAA

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Der Große Schwertwal (Orcinus orca, auch Killerwal, Orca oder Mörderwal) gehört zu den Delphinen. Die Tiere werden bis zu acht Metern lang und neun Tonnen schwer. Sie leben in allen Ozeanen - auch im Mittelmeer wurden sie beobachtet - und kommen vor allem in küstennahen Gewässern vor. Die Tiere wurden vom Menschen kaum gejagt, sondern lediglich lokal - etwa in Island - als Konkurrenz bekämpft.

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Pottwale (Physeter catodon oder Physeter macrocephalus) gehören zu den Zahnwalen. Jeder kennt die Tiere als Artgenossen des berühmten Moby Dick. Sie werden 18 Meter lang und erreichen ein Gewicht von 50 Tonnen. Es gibt Hinweise darauf, dass es auch Tiere mit einer Länge von 20 Metern und einem Gewicht von über 100 Tonnen gegeben hat. Pottwale leben in allen Ozeanen. Selbst in der Ostsee wurde bereits ein Tier gesichtet. Pottwale können offenbar in eine Tiefe von mehr als zwei Kilometern tauchen. Berühmt sind sie für ihre Jagd auf die legendären Tiefsee-Riesenkalmare, von denen immer wieder Teile im Magen der Wale gefunden werden. Pottwale wurden intensiv bejagt. Wie viele Tiere es noch gibt, ist unklar. die Schätzungen liegen zwischen 10.000 und mehr als einer Million. Der deutsche Name Pottwal stammt von seinem topf-(pott-) förmigen Kopf.

Foto: AP

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Schlankdelphine (Stenella attenuata) kommen in den tropischen und gemäßigten Ozeanen vor. Sie werden bis zu 2,5 Metern lang und 120 Kilogramm schwer. Es gibt vermutlich noch etwa drei Millionen Tiere dieser Art. Sie sind vor allem durch die Thunfischjagd mit Schleppnetzen bedroht.

Foto: WWF/William Rossiter

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Gewöhnliche Schweinswale (Phocoena phocoena) leben in der Nord- und Ostsee, den Küstengewässern Nordwestafrikas und dem Osten Nordamerikas sowie im Schwarzen Meer und im Nordpazifik. Die Zahnwale werden ein bis zwei Meter lang und wiegen zwischen 40 und 90 Kilogramm. Die Tiere wurden schon im Mittelalter gejagt - heute beschränkt sich der Walfang auf das Schwarze Meer. Wieviele Tiere es gibt, ist nicht bekannt, die Art gilt jedoch als gefährdet und steht unter Naturschutz. Schweinswale sterben häufig in Fischernetzen.

Foto: WWF/dpa

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Der Seiwal (Balaenoptera borealis) gehört zu den Bartenwalen. Die zwölf bis 20 Meter langen und 20 bis 40 Tonnen schweren Tiere leben in allen Ozeanen. Ihr Name kommt aus dem Norwegischen. Sei steht dort für Seelachs. Diese Fische sind eine wichtige Nahrungsquelle für die Wale, weshalb sie häufig in der Nähe der Fischschwärme gesichtet werden. Erst seit die Bestände der Blau-, Finn-, und Buckelwale zurückgegangen waren, wurden auch Seiwale gejagt. Die Tiere sind seit 1976 geschützt, werden aber von Island, Norwegen und Japan - angeblich aus wissenschaftlichen Gründen - noch immer gejagt. Vermutlich gibt es noch etwa 50.000 Seiwale.

Foto: NOAA

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Große Tümmler (Tursiops truncatus) gehören zu den Delphinen und kommen in allen Ozeanen sowie dem Mittelmeer und auch der Nordsee vor. Sie werden zwischen zwei und vier Metern lang und zwischen 150 und mehr als 300 Kilogramm schwer. Bekannt sind die Tiere vor allem dank der Serie "Flipper" und der beliebten Delphinarien. Tümmler wurden und werden zwar gelegentlich gejagt. Sie sind jedoch nicht gefährdet. Allerdings sterben immer wieder Tiere in Fischernetzen.

Foto: dpa

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