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Bildstrecke:Lügen in der Politik

Alles unwahr! Politiker gelten als Lügner und das nicht ohne Grund. Ein Ausschnitt der größten Lügen und Skandale in der Politik.

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Johnson; Quelle:ap

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Der Vietnamkrieg begann mit einer Lüge: Auslöser war der angebliche Angriff der Nordvietnamesen auf einen amerikanischen Zerstörer, der in der Bucht von Tonking stationiert war. Doch den Angriff hat es nie gegeben. Präsident Johnson ordnete am 5. August 1964 Vergeltungsschläge gegen Nordvietnam an. Vier Jahre später verzichtete er - vom Vietnam-Krieg zermürbt - auf eine zweite Präsidentschafts-Kandidatur.

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Richard M. Nixon; Quelle:dpa

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Im Präsidentschafts-Wahlkampf 1972 ließ Republikaner Nixon fünf Männer in die Büroräume seines demokratischen Konkurrenten George McGovern einbrechen. Sie wollten gerade Abhörgeräte installieren, als sie erwischt wurden. Nixon leugnete alles. Daraufhin leitete das US-Repräsentantenhaus ein Amtsenthebungs-Verfahren ein. Seiner wahrscheinlichen Absetzung kam Nixon mit einem Rücktritt zuvor. Bis heute ist er der einzige der 43 US-Präsidenten, der zurückgetreten ist.

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Helmut Kohl bei seiner Vereidigung 1983

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Im Jahre 1984, nur ein Jahr nach seiner Vereidigung zum Bundeskanzler, sah sich Helmut Kohl in den größten Politskandal der Bundesrepublik verwickelt. Im Untersuchungsausschuß, der Licht in die illegale Parteieinfinanzierung des Großunternehmers Friedrich Karl Flick bringen sollte, konnte sich CDU-Chef Kohl nicht an Zuwendungen Flicks erinnern. Und das obwohl es sich um Millionenbeträge handelte. Die erstaunlichen Erinnerungslücken des Kanzlers erklärte CDU-Generalsekretär Heiner Geißler später mit einem "Blackout".

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Uwe Barschel; Quelle:dpa

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Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Uwe Barschel (CDU) ließ während des Landtagswahlkampfes 1987 seinen Konkurrenten Björn Engholm (SPD) bespitzeln. Er leugnete diese Vorwürfe in der berühmt gewordenen "Ehrenwort"-Pressekonferenz. Als sich herausstellte, dass Barschel gelogen hatte, trat er am 2. Oktober 1987 zurück. Neun Tage später wurde er tot in einem Genfer Hotel aufgefunden. Die Umstände seines Todes sind bis heute nicht vollständig geklärt.

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Monika Lewinsky; Quelle:dpa

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Prominente Praktikantin: Monica Lewinsky hatte Mitte der Neunziger Jahre eine Affäre mit dem damaligen US-Präsidenten Bill Clinton.

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Bill Clinton; Quelle: ap

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Dieser stritt monatelang diese Vorwürfe ab. Allerdings hat ein DNA-Test das Gegenteil bewiesen: Die Spermaspuren auf Lewinskys Kleidung konnten eindeutig Bill Clinton zugeordnet werden.

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Fidel Castro; Quelle:dpa

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Gelogenes Alter: Normalerweise machen sich alle jünger. Bei Fidel Castro, Staatschef von Kuba, ist das anders. Er gibt sich seit jeher als ein Jahr älter aus. Sein ehrgeiziger Vater wollte, dass Fidel früher die weiterführenden Schule besuchen konnte und ließ deswegen die Geburtsurkunde des Filius fälschen. Fidel selbst hielt auch später noch an seinem falschen Alter fest.

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SPD-Plakat Merkelsteuer; Foto: Archiv

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Im Bundestagswahlkampf 2005 warb die SPD offensiv damit, die Mehrwertsteuer auf gar keinen Fall zu erhöhen. Glatt gelogen: In der großen Koalition stimmte auch die SPD für eine Mehrwertsteuererhöhung um drei Prozentpunkte.

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Valerie und Joseph Wilson

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Der Irak-Krieg 2003 fußte auf Lügen. Neben den nicht vorhandenen Massenvernichtungswaffen war da noch die Sache mit dem illegalen Uran-Handel Saddams. Der ehemalige US-Botschafter im Irak, Joseph Wilson, hatte im Februar 2002 im Auftrag der US-Regierung keine Hinweise für einen illegalen Uranhandel Saddam Husseins in Niger gesucht - und keine gefunden. Trotzdem begründete Präsident Bush Monate später den Krieg gegen den Irak mit eben einem solchen Uranerz-Geschäft in Westafrika. Daraufhin erklärte Wilson in der New York Times, dass die USA unter gefälschten Voraussetzungen in den Irak-Krieg gezogen seien. Dafür wurde er bestraft: Die US-Regierung enttarnte Wilsons Frau Valerie, die undercover als CIA-Agentin gearbeitet hatte.

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Ferenc Gyurcsany; Quelle:Reuters

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Ungarns Ministerpräsident Ferenc Gyurcsany gab kürzlich vor Vertrauten, zu das Volk im Wahlkampf "morgens, mittags und abends" belogen zu haben. Dumm nur, dass ein Aufnahmegerät mitlief und die Rede öffentlich wurde. Schwere Aufstände und ein großer Vertrauensbruch waren die Folgen. Noch ist Gyurcsany im Amt.

Foto: Reuters

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