Bildstrecke:Das Sonnensystem

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Um sie dreht sich letztlich alles in unserem Planetensystem: die Sonne. Ohne ihr Licht gebe es kein Leben. Ihr Durchmesser beträgt 1,3925 Millionen Kilometer - und ist ungefähr 109-mal größer als der der Erde. Sol (lat.) oder Helios (griech.) ist ein gelber Zwergstern und besteht zu 70 Prozent aus Wasserstoff, zu 28 Prozent aus Helium undzu zwei Prozent aus verschiedenen anderen Elementen. Das Alter der Sonne wird auf rund 4,5 Milliarden Jahre geschätzt.

Foto: Nasa

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Merkur ist der Planet mit der geringsten Entfernung zur Sonne: die Distanz wechselt zwischen 46 und 70 Millionen Kilometern (Mittlere Entfernung: 57,9 Millionen Kilometer).

Mit einem Durchmesser von 4878 Kilometern ist er der kleinste "echte" Planet im Sonnensystem. Seine Umlaufbahn beträgt 88 Erdentage. Ein Tag auf dem Merkur dauert 58,6 Erdentage. Benannt wurde der Planet, der keine Atmosphäre besitzt, nach dem römischen Götterboten beziehungsweise dem Gott des Handels und der Liebe.

Foto: Nasa

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Die Venus trägt den Namen der römischen Liebesgöttin. Sie wird aufgrund ihrer Helligkeit auch als Morgenstern oder Abendstern bezeichnet. Ihre Entfernung von der Sonne beträgt zwischen 107,5 und 108,9 Millionen Kilometer (Mittlere Entfernung 108,2 Millionen Kilometer).

Ihr Durchmesser ist 12.103,6 Kilometer. Das Venusjahr hat 224,7 Erdentage. Ein Tag auf dem Planeten dauert länger: 243 Erdentage. Die Atmosphäre des Planeten ist an der Oberfläche etwa 50 Mal so hoch wie auf der Erde. Sie besteht vor allem aus Kohlendioxid.

Die Venus wurde von mehreren Sonden besucht. Die erste war 1962 die Nasa-Sonde Mariner 2.

Foto: Nasa

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Der Blaue Planet, die Erde. Die Entfernung unseres Heimatplaneten von der Sonne liegt zwischen 147 bis152 Millionen Kilometer (Mittlere Entfernung: 149,6 Millionen Kilometer). Der Durchmesser beträgt 12.756,28 Kilometer. Das Erdenjahr hat etwa 365 Erdentage, ein Tag dauert 24 Stunden.

Die Atmosphäre unseres Heimatplaneten besteht zu 78 Prozent aus Stickstoff und zu 21 Prozent aus Sauerstoff. Ein Prozent stellen Kohlenstoff-Sauerstoff-Verbindungen, Stickstoff-Sauerstoff-Verbindungen oder Edelgase wie Argon.

Die Erde ist der einzige Planet, von dem wir sicher wissen, dass es dort Leben gibt.

Foto: Esa

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Der Erdmond umkreist die Erde innerhalb von 27 Tagen, sieben Stunden und 44 Minuten. Sein Durchmesser beträgt 3474,2 Kilometer. Er besteht aus einer Staubschicht (Regolithschicht) über einem Mantel von Basaltgestein und einem eisenhaltigen Kern. Eine Atmosphäre besitzt der Erdtrabant nicht.

Am 21. Juli 1969 betrat mit Neil Armstrong der erste Mensch den Mond. Insgesamt setzten zwölf Personen, alles männliche Amerikaner, seine Oberfläche.

Foto: AFP

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Der Mars kreist in einer Entfernung von 206,7 bis 249,2 Millionen Kilometern um die Sonne (Mittlere Distanz: 227,9 Millionen Kilometer). Der Durchmesser des Roten Planeten beträgt 4794,4 Kilometer. Das Mars-Jahr hat 687 Erdentage. Und der Mars-Tag dauert fast zehn Stunden. Benannt ist der Planet nach dem römischen Kriegsgott.

1877 glaubte der Astronom Schiaparelli Kanäle auf dem Mars entdeckt zu haben, was als möglicher Hinweis auf die Existenz von Außerirdischen interpretiert wurde. Es handelte sich allerdings um optische Täuschungen.

Der Mars besitzt eine extrem dünne Atmosphäre, die zu 95 Prozent aus Kohlendioxid besteht. Fünf Prozent machen Stickstoff, Argon und Sauerstoff aus. Es gibt auf dem Roten Planeten Spuren von Wasser und Methan. Umkreist wird der Mars von zwei Monden: Phobos und Deimos.

Foto: Nasa

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Seit 1965 haben immer wieder Sonden den Mars besucht und Bilder zur Erde gefunkt. 1971 setzten erstmals Sonden auf der Oberfläche auf: Am 19. Mai wurde der Lander des sowjetischen Orbiters Mars 2 beim Aufprall auf dem Planeten zerstört. Am 28. Mai erreichte der Lander von Mars 3 den Boden und funkte für 20 Sekunden. Dann brach die Verbindung ab.

1976 landete die amerikanische Viking-1-Raumsonde auf dem Planeten. Derzeit sind noch zwei Nasa-Roboter dort unterwegs, Opportunity und Spirit, von der dieses Bild stammt. Die rote Farbe des Planeten geht auf den Eisenoxid-Staub auf der Oberfläche und in der Atmosphäre zurück.

Foto: Reuters/Nasa/JPL/Caltech

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Ceres gilt seit 2006 als Zwergplanet. Zuvor war er als Asteroid eingestuft worden. Der kleine Himmelskörper befindet sich im Asteroiden-Hauptgürtel zwischen Mars und Jupiter, in einem Abstand von 380,890 Millionen bis 447,008 Millionen Kilometern zur Sonne. Der Durchmesser beträgt 975 Kilometer. Das Ceres-Jahr entspricht 4,6 Erdjahren, der Tag hat neun Stunden.

Benannt ist Ceres nach der römischen Göttin des Ackerbaus. Er besteht vermutlich aus einem Kern aus Gestein sowie einem Mantel und einer Kruste aus leichteren Mineralien und Wassereis. Das Foto stammt vom Hubble-Teleskop.

Foto: Nasa

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Der Jupiter umkreist die Sonne in einer Entfernung von 740 bis 815 Millionen Kilometern (im Mittel 778,3 Millionen Kilometer) und braucht dafür fast zwölf Jahre. Der größte Planet des Sonnensystems ist ein sogenannter Gasriese und besitzt keine echte Atmosphäre. Er besteht vor allem aus Wasserstoff (fast 90 Prozent), Helium sowie etwas Methan und Ammoniak. Eine Reihe von Elementen sind in Spuren vorhanden. In seinem Inneren wird ein Kern aus Gestein und Eis vermutet.

Der Jupiter hat einen Durchmesser von 142.984 Kilometern. Der Jupiter-Tag dauert fast zehn Stunden. Bereits 1664 wurde der Große Rote Fleck von Robert Hooke entdeckt - offenbar handelt es sich um eine Art Wirbelsturm.

Bislang kennt man 63 Jupitermonde - darunter Amalthea, Io, Europa, Ganymed und Kallisto. Jupiter war die oberste Gottheit der Römer.

Foto: Esa

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Der Saturn ist mit einem Durchmesser von 120.536 Kilometern der zweitgrößte Planet unseres Sonnensystems. Wie der Jupiter ist er ein Gasriese ohne echte Atmosphäre. Er besteht zu 93 Prozent aus Wasserstoff und etwa sieben Prozent Helium. Weitere Elemene kommen in Spuren vor. Offenbar besitzt Saturn einen Kern aus Eis und Silikat.

Benannt wurde er nach dem römischen Gott des Ackerbaus. Er umkreist die Sonne in einer Entfernung von 1343 bis 1509 Millionen Kilometern (mittlere Distanz: 1427 Millionen Kilometer). Das Saturn-Jahr dauert mehr als 29 Erdenjahre. Ein Saturn-Tag hat etwas mehr als zehn Stunden.

Charakteristisch für den Saturn ist das Ringsystem mit mehr als 100.000 einzelnen Ringen. Der innerste Ring befindet sich 7000 Kilometer über der Planetenoberfläche, der äußerste 134.000 Kilometer. Entdeckt wurden die Ringe von Galileo Galilei, der sie allerdings falsch interpretierte. Tatsächlich als Ringe erkannte sie Christiaan Huygens 1655.

Bislang sind 60 Monde entdeckt worden, der größte ist Titan. Sein Durchmesser ist mit 5150 Kilometern größer als der des Zwergplaneten Ceres.

Foto: Nasa/AFP

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2005 landete die Esa-Sonde Huygens auf dem Saturnmond Titan. Die Steine im Vordergrund sind lediglich einige Zentimeter groß. Der Mond besitzt einen Kern aus Silikatgestein, die Oberfläche des Mondes besteht offenbar aus Wasser und Kohlenwasserstoffeis. Die Atmosphäre des Satelliten besteht zu 94 Prozent aus Stickstoff, die übrigen sechs Prozent setzen sich zusammen aus Methan und Argon sowie Spuren organischer Verbindungen. Der Druck der Atmosphäre ist 50 Prozent höher als der auf der Erde.

Foto: Esa/Nasa/University of Arizona/AP

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Der Uranus, der drittgrößte Planet des Sonnensystems, wurde erst 1781 von William Herschel entdeckt. Benannt ist der Gasplanet nach dem griechischen Gott des Himmels. Er umkreist die Sonne - in rückläufiger Richtung - in einer Entfernung von 2735 bis 3005 Millionen Kilometern (mittlere Distanz: 2870 Millionen Kilometer). Der Durchmesser beträgt 51.200 Kilometer. Das Uranus-Jahr entspricht 84 Erdjahren, der Uranus-Tag hat etwas mehr als 17 Stunden.

Als Gasplanet besitzt Uranus keine klare Grenze zwischen der gasförmigen Atmosphäre aus Wasserstoff und Methan und der flüssigen Oberfläche aus Wasser und Methan. Uranus besitzt offenbar einen kleinen Kern aus Silizium und Eisen.

Das Ringsystem des Planeten besteht aus 13 bislang bekannten Ringen. Es wurden 27 Monde entdeckt. Zwei wurden bereits 1787 von Herschel gesehen und von seinem Sohn Titania und Oberon genannt. Fünf der Monde haben die Ausmaße von Zwergplaneten.

Die blaue Farbe des Uranus geht auf das Methan zurück, welches rotes Licht absorbiert.

Foto: Nasa

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Der Neptun umkreist die Sonne in einer Distanz von 4456 bis 4537 Millionen Kilometern (mittlere Entfernung: 4497 Millionen Kilometer). Der Durchmesser des Gasplaneten beträgt 49.532 Kilometer - er ist damit der viertgrößte Planet des Sonnensystems. Ein Neptun-Jahr dauert mehr als 165 Erdjahre, ein Neptun-Tag hat etwas mehr als 16 Erdstunden. Benannt wurde der Planet nach dem römischen Gott des Meeres.

Wie bei Gasplaneten üblich geht die Atmosphäre in eine flüssige Planetenoberfläche über. Die äußere Hülle besteht zu 80 Prozent aus Wasserstoff und zu 19 prozent aus Helium. Den Rest teilen sich Methan und einige andere Elemente und Moleküle. Der vermutlich feste Kern besteht aus Gestein und Metall.

Er besitzt einige Ringe und mindestens 13 Monde. Auf die Spur des Planeten brachte die Astronomen eine Unregelmäßigkeit in der Bahn des Uranus. Seine blaue Farbe rührt vom Methan, welches rotes Licht absorbiert.

Foto: Nasa

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Der Große Dunkle Fleck auf dem Neptun, aufgenommen von der Voyager 2 1989. Es handelt sich wie beim Kleinen Roten Fleck und Großen Roten Fleck des Jupiters um eine Art Wirbelsturm. Das Hochdruckgebiet entspricht der Größe Eurasiens.

Foto: Nasa

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Der Pluto (Bild unten links) wurde erst 1930 von dem Amerikaner Clyde Tombaugh entdeckt, nachdem Bahnabweichungen der Planeten Neptun und Uranus die Astronomen auf seine Spur gebracht hatten. Benannt ist Pluto nach dem römischen Gott der Unterwelt und des Totenreichs.

Er umkreist die Sonne in einer Entfernung von 4425 bis 7375 Millionen Kilometern (mittlere Distanz: 5900 Millionen Kilometer). Der Durchmesser des heute als Zwergplaneten eingestuften Himmelskörpers beträgt 2274 Kilometer - damit ist er kleiner als der irdische Mond.

Der Zwergplanet besteht vermutlich zu etwa 70 Prozent aus Gestein und 30 Prozent aus Wassereis. Seine dünne Atmosphäre setzt sich vor allem aus Stickstoff und ein wenig Methan und Kohlenmonoxid zusammen.

Für eine komplette Reise um die Sonne braucht er etwa 248 Erdjahre. Der Pluto-Tag dauert sechs Erdtage und neun Stunden. Es handelt sich offenbar nicht um einen Gasplaneten. Vielmehr besteht er vermutlich aus Gestein und einem Mantel aus Eis.

Der Pluto wird in einem Abstand von etwa 19.130 Kilometern von seinem Mond Charon (Bild oben rechts) umkreist, der selbst immerhin einen Durchmesser von 1207 Kilometern hat. Entdeckt wurde Charon 1978 von dem Amerikaner Jim Christy, der ihn - vermutlich zu Ehren seiner Frau Charlene Charon - nach dem griechischen Fährmann des Totenreiches benannte.

Zwei weitere Monde sind Nix und Hydra.

Foto: Nasa

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Der Asteroid Annefrank gehört zum Asteroiden-Hauptgürtel zwischen Mars und Jupiter. Er hat einen Durchmesser von sechs Kilometern und wurde am 23. März 1942 von dem deutschen Astronomen Karl Wilhelm Reinmuth entdeckt. Später wurde der Himmelskörper zum Gedenken an das Holocaust-Opfer Anne Frank genannt. Die Nasa-Sonde Stardust machte 2002 diese Aufnahme des Himmelskörpers.

Foto: Nasa/JPL/Caltech

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Der Komet Tempel 1, entdeckt 1867 vom deutschen Astronomen Ernst Tempel, umkreist die Sonne auf einer elliptischen Bahn zwischen Mars und Jupiter. Am 4. Juli 2005 schlug ein "Impaktor" der Nasa-Raumsonde Deep Impact auf dem Kometen ein und hinterließ einen Krater mit einem Durchmesser von etwa 100 Metern und einer Tiefe von etwa 30 Metern. Von den 10.000 bis 20.000 Tonnen Material, die freigesetzt wurden, waren 3000 bis 6000 Tonnen Staub. Tempel 1 ist demnach von einer Staubschicht umgeben.

Foto: Nasa/JPL/UMD

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Der Asteroid Eros wurde von dem deutschen Astronom Gustav Witt auf einer Fotoplatte entdeckt, die er und sein Assistent F. Linke in der Nacht vom 13. August 1898 belichtet hatten. Es war der erste bekannte erdnahe Asteroid - seine Bahn verläuft teilweise innerhalb der Marsbahn. Sein Name geht auf den griechischen Gott der Liebe zurück.

Am 12. Februar 2001 landete die US-Raumsonde NEAR Shoemaker auf der Oberfläche des Asteroiden, obwohl sie dafür nicht ausgelegt war. Sie übermittelte noch bis zum 28. Februar 2001 Daten von Eros. Dann wurde sie abgeschaltet.

Foto: Nasa

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