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"Atlantis" zurück auf der Erde:"Eine Bilderbuchlandung"

Nach eineinhalb Wochen im All ist die Raumfähre Atlantis sicher zur Erde zurückgekehrt. Ein Astronaut fieberte der Landung besonders entgegen - mit gutem Grund.

Nach eineinhalb Wochen im All ist die US-Raumfähre Atlantis wieder sicher auf der Erde. Sieben Astronauten waren an Bord - und keiner dürfte der Heimkehr mehr entgegengefiebert haben als Randy Bresnik: Der 42-Jährige war am Wochenende Vater einer Tochter geworden, als der Space Shuttle noch an der Internationalen Raumstation ISS angedockt war.

Zurück auf der Erde: Das Shuttle

Atlantis

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(Foto: Foto: AFP)

"Eine Bilderbuchlandung", lobte die Bodenkontrolle, nachdem die Raumfähre am Freitag pünktlich um 15.44 Uhr mitteleuropäischer Zeit bei strahlend blauem Himmel auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Staat Florida sanft aufgesetzt war.

Die Atlantis-Crew unter Kommandant Charles Hobaugh war am 16. November mit mehr als zwölf Tonnen Nachschub und Ersatzteilen zur Internationalen Raumstation ISS gestartet. Während ihres Aufenthalts absolvierten die Astronauten drei Außeneinsätze, um den Ausbau der Station voranzutreiben. Mit die wichtigste Mission dabei war die Installation von zwei Paletten mit Instrumenten und anderen Ausrüstungsgegenständen an der Raumstation.

Astronaut Bresnik erfuhr am Sonntag, dass seine Frau während seines All-Aufenthalts die Tochter Abigail zur Welt gebracht hatte. "Momma und das Baby sind wohlauf", konnte er freudestrahlend den Nasa-Bodenkontrolleuren in Houston nach einem Gespräch mit seiner Frau via Standleitung verkünden. Bereits am Samstag soll es für den frischgebackenen Vater nach Houston gehen, damit er sein Kind erstmals in den Arm nehmen kann.

Besonders glücklich über die Rückkehr dürfte auch Nicole Stott gewesen sein. Die Ingenieurin hatte zuvor 87 Tage an Bord der Raumstation verbracht. Die 47-Jährige erklärte, sie freue sich darauf, ihren Mann und ihren Sohn in die Arme zu schließen - und auf eine Pizza.

Es war das letzte Mal, dass ein Shuttle einen Astronauten von der ISS zurück zur Erde brachte und auch einer der letzten Shuttle-Flüge überhaupt: Nur noch fünfmal sollen die betagten Raumfähren zur Reise ins All aufbrechen, bevor die Orbiter im nächsten Jahr eingemottet werden.

Als nächstes soll die Raumfähre Endeavour am 4. Februar mit Ziel ISS starten. Im Gepäck hat sie dann das "Tranquility"-Modul, das hochmoderne Systeme zur Aufbereitung von Wasser und Herstellung von Sauerstoff beherbergt.

Nach dem Ende der Shuttle-Flüge ist die Raumstation für mehrere Jahre nur noch mit russischen Sojus-Kapseln zu erreichen. Die Ausrüstung mit schweren und großen Ersatzteilen und Instrumenten derzeit ist wichtig, denn im Gegensatz zu den Shuttles können die Sojus-Vehikel kaum große Lasten transportieren.

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