Astronomie Astronomen schießen erstmals detailliertes Bild eines Sterns

Astronomen der Europäischen Südsternwarte (ESO) ist dieses Foto von Antares gelungen.

(Foto: ESO/K. Ohnaka)

Der Stern Antares ist mehr als 600 Lichtjahre entfernt. Mit einem Trick gelang es Forschern nun, den Stern so zu fotografieren, dass er nicht nur als heller Punkt erscheint. Astronomen sind begeistert von den Details.

Astronomen ist es erstmals gelungen, einen Stern außerhalb unseres Sonnensystems so abzulichten, dass er nicht nur als heller Punkt erscheint. Der Stern Antares, ein sogenannter roter Überriese im Sternbild Skorpion, war hierfür prädestiniert.

Der 620 Lichtjahre entfernte Gasball hat seine besten Tage hinter sich und bläht sich kurz vor seinem Erlöschen zurzeit massiv auf - in einigen Tausend Jahren wird er als Supernova explodieren, vermuten Astrophysiker.

Im jetzigen Zustand ist der Stern 700 Mal so breit wie unsere Sonne und daher ein guter Kandidat für einen Schnappschuss seiner Oberfläche. Zudem nutzten die Astronomen der Europäischen Südsternwarte ESO in Chile einen besonderen Trick: Sie schalteten vier Teleskope zusammen und konnten dadurch ein optisches Instrument mit deutlich größerer Auflösung nutzen, als es ein einzelnes Teleskop wäre.

Die Aufnahme mag für Laien wenig spektakulär wirken, Astronomen sind jedoch begeistert. Erstmals sehen sie direkte Anzeichen für extrem turbulente Vorgänge im Inneren eines solchen Riesensterns. Es wird vermutet, dass die dunklen Flecken durch massive Wirbel verursacht werden. Wie das im Detail aussehen könnte, zeigt die Illustration eines Künstlers der ESO:

Künstlerische Darstellung von Antares

(Foto: ESO / AFP)