Der Asteroid 2024YR4 ist Ende Dezember 2024 zum ersten Mal in Teleskopaufnahmen aufgetaucht. In den folgenden Wochen sorgte er für Furore: Es schien möglich, dass er am 22. Dezember 2032 auf der Erde einschlagen würde. Diesen Kollisionskurs haben weitere Beobachtungen ausgeschlossen – stattdessen könnte es aber nun den Mond treffen. Thomas Müller vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching ist Experte für Infrarotmessungen von Asteroiden. Das James Webb Space Telescope (JWST) hat dafür zwei Instrumente an Bord: NIRCam misst im nahen Infrarotbereich und MIRI im mittleren. Nach diesen Messungen hat sich laut der US-Weltraumagentur Nasa die Wahrscheinlichkeit für einen Einschlag des Asteroiden auf dem Mond mehr als verdoppelt. Sie liegt aktuell bei 3,8 Prozent.
2024YR4Kracht der Asteroid jetzt auf den Mond?
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Eben erst hat die Nasa Entwarnung gegeben: Der Gesteinsbrocken 2024YR4 wird nicht auf die Erde stürzen. Doch laut einer neuen Berechnung ist nun der Mond in Gefahr. Fragen an den Asteroidenforscher Thomas Müller, der die Daten ausgewertet hat.
Interview von Theresa Palm
