Artenvielfalt:Gibt es ein Insektensterben in Deutschland?

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Kaisermantel saugt an Distel

Schmetterlinge gehören zu den auffälligsten Insekten in Deutschland. Wenn es weniger gibt, wird das schnell registriert.

(Foto: Wolfgang Kumm/dpa)

Einiges deutet darauf hin, zur Gewissheit aber fehlen die Daten. Und Experten, die die geschätzt 50 000 Insektenarten identifizieren können.

Von Tina Baier

Mit dem Insektensterben ist es wie einst mit dem Klimawandel. Viele Menschen nehmen eine Veränderung wahr, aber das Phänomen wissenschaftlich nachzuweisen, ist extrem schwierig. Wie beim Wetter sind auch bei den Insekten starke jährliche Schwankungen normal. Dieses Jahr gibt es beispielsweise relativ viele Schmetterlinge. 2016 hatten sich noch besorgte Bürger bei Naturschutzorganisationen gemeldet, weil die Falter so gut wie verschwunden zu sein schienen. Dass extreme Wetterereignisse wie Starkregen und Stürme aufgrund des Klimawandels zunehmen, gilt mittlerweile als erwiesen. Um gesicherte Aussagen darüber zu machen, wie es den Insekten in Deutschland geht, fehlen hingegen die Daten. Wie beim Klima bräuchte es umfassende Langzeitbeobachtungen über mindestens zehn Jahre. "Dafür, dass das Thema so wichtig ist, wissen wir wenig", sagt Josef Settele vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Halle.

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