Artenschutz Der Buckelwal erholt sich

Der Buckelwal wird in der aktuellen Roten Liste nur noch in der geringsten Gefährdungsstufe geführt. Die Lage anderer Wale bleibt prekär.

Dem Buckelwal geht es wieder besser. Dank der Einschränkung der kommerziellen Waljagd habe sich die Population der bis zu 19 Meter langen Meeressäuger erholt, teilte die Weltnaturschutzunion IUCN im Schweizer Gland mit.

Buckelwale werden bis zu 19 Meter lang.

(Foto: Foto: Reuters)

"Dies ist ein großer Erfolg und zeigt ganz klar, was getan werden muss, damit diese Giganten der Ozeane überleben können", sagte der Walexperte der IUCN-Kommission für die Rote Liste bedrohter Tierarten, Randall Reeves. Der Buckelwal sei nun von der Kategorie "gefährdet" zur Gruppe der "weniger gefährdeten" Tiere zurückgestuft worden.

Trotz dieser erfreulichen Entwicklung bedeute der Fischfang mit Netzen noch immer eine große Gefahr, vor allem für die kleineren Tiere aus der Walgruppe. So endeten kleinere Meeressäuger wie der Irawadi- und der La-Plata-Delfin häufig als sogenannter Beifang in Fischernetzen.

Auch der Blau- und der Finnwal müssten weiterhin als bedroht angesehen werden. Die Tiere würden von Schiffen verletzt, vom Lärm aus ihrem Lebensraum vertrieben oder fänden keine Beute mehr.

In Gegenden, in denen der Bestand der Tiere besonders gefährdet sei, müsse der Fischfang entweder ganz verboten oder zumindest saisonal eingestellt werden, forderten die Experten. Schutzprogramme, bei denen gefangene Tiere aus den Fischernetzen wieder befreit werden, gibt es den Angaben zufolge bislang nur in den USA, in Neuseeland und Australien.

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