Archäologie - Mainz:Mainz rückt römische Vergangenheit in den Fokus

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Mainz (dpa/lrs) - Mit einem neuen Informationspunkt rückt die Stadt Mainz wichtige Relikte ihrer römischen und auch mittelalterlichen Vergangenheit in den Fokus. In und an der Containerkonstruktion wird künftig die Geschichte des nahe gelegenen Römischen Theaters, einst das größte römische Bühnentheater nördlich der Alpen, des Drusussteins sowie der barocken Zitadelle und der Befestigungsanlagen der Stadt nähergebracht. Der Drususstein wurde wenige Jahre vor Christus zu Ehren des Feldherren und Politikers Nero Claudius Drusus (38 v.Chr.-9 v. Chr.), einem Stiefsohn von Kaiser Augustus, errichtet und gilt als ältestes Steindenkmal Deutschlands.

Bereits zu sehen ist auf einem Bildschirm an der Außenwand des Infopoints ein Film über die historischen Stätten, ab Herbst soll innen eine Ausstellung besucht werden können, wie die Mainzer Kulturdezernentin Marianne Grosse (SPD) am Dienstag erklärte. Mainz habe hier einen "historischen Hotspot", sagte die Leiterin der Mainzer Außenstelle der Direktion Landesarchäologie der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) Rheinland-Pfalz, Marion Witteyer. Dass es hier nun einen Anlaufpunkt gebe, sei touristisch sehr gut.

Die Sanierungsarbeiten an den Befestigungsmauern am Infopoint wurden kürzlich abgeschlossen, an anderer Stelle laufen sie noch. Auch der rund 20 Meter hohe Drususstein wird gerade saniert. Für das Areal des römischen Theaters wird Grosse zufolge gerade ein Gesamtkonzept erarbeitet, wie es künftig präsentiert, genutzt und erhalten werden kann. Noch in diesem Jahr sollen mittlerweile verwitterte Holztribünen vollständig abgebaut werden und neue Sitzmöglichkeiten sowie eine Lichtinstallation entstehen, kündigte die Dezernentin an.

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