Archäologie - Halle (Saale):Königspfalz Helfta bei Eisleben wird weiter ausgegraben

Archäologie
Grabungsarbeiten laufen auf dem Gelände der wiederentdeckten Königspfalz Helfta bei Eisleben. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild (Foto: dpa)

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Eisleben (dpa/sa) - Auf dem Gelände der einstigen Königspfalz Helfta bei Eisleben (Landkreis Mansfeld-Südharz) ist am Montag wieder mit umfangreichen Grabungen begonnen worden. "In diesem Jahr wird auf einer rund 1500 Quadratmeter großen Fläche nach den verborgenen Resten der Helphideburg, der karolingischen Befestigung des 8./9. Jahrhunderts, gesucht", sagte Projektleiter und Archäologe Felix Biermann vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt der Deutschen Presse-Agentur. "Ebenso sind die Reste der ottonischen Pfalz des 10. Jahrhunderts Gegenstand der Untersuchungen", sagte Biermann.

Die Ausgräber hoffen, Fundamente und Kellergruben der mittelalterlichen Besiedlung freizulegen. "Auch die Wallanlage der Burg sowie Teile der Pfalzsiedlung mit Wohnbauten, herrschaftlichen Wohngebäuden sowie Wirtschaftsbauten sind Ziel der Grabungskampagne", sagte Biermann. "Wir erwarten zahlreiche Funde aus dem Mittelalter." An der Grabung, die bis Anfang Oktober dauert, beteiligen sich auch Studentinnen und Studenten aus dem polnischen Stettin, aus Halle und Berlin.

Die Forschungsgrabung startete im Vorjahr. Die lange verschollenen Überreste der Königspfalz Helfta auf dem Hügel "Kleine Klaus" wurden im Jahr 2009 durch geomagnetische Prospektionen wiederentdeckt. Der Kernbereich der Burg- und Pfalzanlage umfasst ca. 12 Hektar.

© dpa-infocom, dpa:220815-99-392256/3

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