Archäologie Das letzte Kapitel der Grönland-Saga

Als der Missionar Hans Egede im Jahr 1721 nach Grönland kam, wollte er den Bewohnern das Christentum bringen - und fand Kirchenruinen vor. Was die Nordmänner zum Aufbruch von der Insel bewog, ist rätselhaft.

(Foto: dpa)

Was hat die Nachfahren der Wikinger einst gezwungen, aus Grönland zu fliehen - waren es Piraten, die Pest? Elfenbein und Robbenknochen bringen Archäologen auf eine neue Spur.

Von Eli Kintisch

Auf der Suche nach den Nachfahren der Wikinger kam der Missionar Hans Egede im Jahr 1721 nach Grönland. Er wollte die Nordmänner zum Protestantismus bekehren. Doch als er die einheimischen Inuit nach ihnen fragte, zeigten sie ihm nur steinerne Kirchenruinen. Es war das Einzige, was von den Besatzern übrig geblieben war. Archäologen rätseln bis heute, was mit den Nordmännern passiert ist. Kein Kapitel der arktischen Geschichte ist mysteriöser als das Verschwinden ihrer Siedlungen irgendwann im 15. Jahrhundert. Es gibt alle ...