ProfilWarum Deutschlands prominenteste Tiefseeforscherin in die USA wechselt

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Antje Boetius wird als Meeresforscherin künftig in den USA arbeiten.
Antje Boetius wird als Meeresforscherin künftig in den USA arbeiten. Friedrich Bungert

Antje Boetius hat die deutsche Meeresforschung lange geprägt, niemand erzählt so gut von rülpsenden Vulkanen und tanzenden Tintenfischen. Nun zieht sie nach Kalifornien.

Von Tina Baier

Antje Boetius liebt es aufzubrechen. Die bedeutendste Tiefseeforscherin Deutschlands mag den Moment, wenn eine Expedition nach jahrelangen Vorbereitungen endlich startet. 50 Mal hat die 57-Jährige diesen Augenblick mittlerweile erlebt. Das erste Mal hat sie als studentische Hilfskraft Fischköpfe an Reusen befestigt, um herauszufinden, wie schnell die Aasfresser in der Tiefsee arbeiten. Ihre zweite Expedition ging in den Pazifik, und als sie an Bord stand, die fliegenden Fische sah, die Wale, die Seevögel und die verwunschenen Inseln, überkam sie das Gefühl, es geschafft zu haben und genau an dem Ort zu sein, an den sie hingehört und an dem sie immer sein wollte.

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