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Verschollene Flugpionierin Amelia Earhart:Skeptische Wissenschaftler

Amelia Earhart

Für einen Fingerknochen halten die Mitarbeiter der International Group for Historic Aircraft Recovery dieses Fragment. Ob es sich um einen menschlichen Knochen handelt - und ob er von Amelia Earhart stammt -, sollen Wissenschaftler der University of Oklahoma in Norman herausfinden.

(Foto: AP)

Die Knochen, die Teile eines Wirbels und eines Fingers sein könnten, sollen nun in einem Labor der University of Oklahoma in Norman untersucht, mitochondriale DNS gewonnen und mit Erbgutproben verglichen werden, die Tighar von einer weiblichen Verwandten Eartharts erhalten hat.

Sollte das Ergebnis positiv sein, soll ein zweites Labor das Ergebnis überprüfen. "Außergewöhnliche Behauptungen benötigen außergewöhnliche Beweise", erklärte Cecil Lewis von der University of Oklahoma der Nachrichtenagentur AP. "Deshalb wollen wir die Sache nicht an die große Glocke hängen."

Vorerst gehen die Wissenschaftler davon aus, dass es sich um Knochen einer Schildkröte handeln könnten - "und eine Menge Leute werden sehr niedergeschlagen sein".

Ergebnisse erwarten die Forscher frühestens in einigen Wochen - vielleicht sogar erst in einigen Monaten. Sollten die Knochen tatsächlich von Amelia Earhart stammen, wäre ein 70 Jahre währendes Rätsel endlich gelöst.

Und falls nicht, wird die Diskussion weitergehen. Denn Theorien zum Schicksal der Flugpionierin gibt es noch weitere.

So wurde vor allem während des Zweiten Weltkriegs der Verdacht populär, Earhart und Noonan seien von den Japanern gefangen genommen worden.

Andere suchen das Flugzeug auf der Insel Neubritannien (Papua-Neuguinea), wo es nach einem vergeblichen Versuch, nach Neuguinea zurückzukehren, abgestürzt sein soll.

© sueddeutsche.de/beu
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